2. Bundesliga

1. FCN/FC St. Pauli: Was läuft da mit Burgstaller?

Der Österreicher will sich aus familiären Gründen verändern

1. FCN/FC St. Pauli: Was läuft da mit Burgstaller?

Sähe Guido Burgstaller nur ungern abwandern: St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann.

Sähe Guido Burgstaller nur ungern abwandern: St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann. IMAGO/Zink

49 geschossene Treffer - Rang 9 in dieser Rubrik - verteilen sich 2021/22 beim FCN auf insgesamt 15 Profis, den Vertrag des besten Torschützen Nikola Dovedan haben die Franken nicht verlängert. Die überschaubare Ausbeute des Österreichers mit sieben Toren verdeutlicht eine Problemzone des FCN und liefert den klaren Fingerzeig, dass ein echter Abschlussspieler in den Reihen gefehlt hat.

Burgi hat einen gültigen Vertrag bei uns, aber es gibt auch die familiäre Situation. Und es gibt Dinge, die sind wichtiger als Fußball.

Andreas Bornemann

Ein Österreicher geht, kommt ein anderer hinzu? Guido Burgstaller trägt sich beim FC St. Pauli mit Abwanderungsgedanken, denn seine Familie ist in die Heimat zurückgekehrt. Der 33-Jährige wäre für den Club eine sinnvolle Kaderergänzung, schließlich gebührt Burgstaller das Attribut Knipser, was er auch in der abgelaufenen Spielzeit mit 18 Treffern für St. Pauli unter Beweis gestellt hat. Acht Vorlagen sprechen zudem für die Spielstärke des Routiniers, der bereits von Januar 2015 bis Januar 2017 für die Nürnberger erfolgreich auf Torejagd (33 Treffer in 63 Zweitligaspielen) gegangen war.

Finden der FCN und Burgstaller also noch einmal zueinander? Der Angreifer ist noch bis 2023 an die Kiez-Kicker gebunden, hat in Andreas Bornemann, der ihn damals nach Nürnberg und vor zwei Jahren auch ans Millerntor gelotst hatte, aber einen verständnisvollen Sportchef: "Burgi hat einen gültigen Vertrag bei uns, aber es gibt auch die familiäre Situation. Und es gibt Dinge, die sind wichtiger als Fußball."

Eine Sache der Ablösesumme

Das klingt nach Verhandlungsbereitschaft, den schmerzhaften Verlust des Routiniers sähe St. Pauli allerdings sicherlich mit einer entsprechenden Ablösesumme verknüpft. Geld jedoch haben die Nürnberger nicht im Überfluss, aktuell könnte nur der Verkauf des an HNK Rijeka ausgeliehenen Sechsers Adam Gnezda Burgstallers zweites Engagement am Valznerweiher näher rücken lassen.

jch/SW/chb

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