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Rekordwechsel perfekt! PSG vermeldet Neymar-Transfer

222-Millionen-Euro-Ablöse an Barcelona persönlich bezahlt

Rekordwechsel perfekt! PSG vermeldet Neymar-Transfer

Sein Wechsel nach Paris ist perfekt: Neymar.

Sein Wechsel nach Paris ist perfekt: Neymar. imago

"Paris St. Germain ist sehr glücklich, die Ankunft von Neymar Jr. verkünden zu können. Neymar Jr. hat sich bis 30. Juni 2022 an den französischen Hauptstadtklub gebunden." Mit diesen Zeilen vermeldete PSG am Donnerstagabend das Ende der wochenlangen Transfersaga um den Offensivstar des FC Barcelona - der teuerste Wechsel aller Zeiten ist damit offiziell . Die Verpflichtung von Paul Pogba, der vor einem Jahr für die damalige Rekordsumme von 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United zurückgekehrt war, wurde mal eben um 117 Millionen Euro übertroffen.

"Ich bin extrem glücklich darüber, mich Paris St. Germain anzuschließen", wird Neymar in der abendlichen Pressemitteilung zitiert, nachdem er über Wochen eisern geschwiegen hatte. "Seit ich nach Europa gekommen bin, war dieser Klub immer einer der wettbewerbsfähigsten und ambitioniertesten."

Spielersteckbrief Neymar
Neymar

da Silva Santos Junior Neymar

Die offizielle Version: Neymar begründet Wechsel

Warum er zu PSG gewechselt ist? Die offizielle Version: nicht weil er in Barcelona stets im langen Schatten von Lionel Messi stand oder in Paris sein Gehalt auf angeblich 30 Millionen Euro netto verdoppelt, nein: "Die größte Herausforderung, die mich am meisten motiviert hat, ist, dem Klub dabei zu helfen, die Titel zu erringen, die sich die Fans wünschen. Die Ambitionen von PSG haben mich am meisten gereizt, zusammen mit der Leidenschaft und der Energie, die damit einhergehen. Ich habe jetzt vier Saisons in Europa gespielt und fühle mich bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen."

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi freut sich auf die "sehr positive Energie", die Neymar mitbringe. Mit diesem Transfer nähere sich sein Klub nun auch den "größten Träumen": Die Champions League soll her. Schon beim Ligue-1-Auftakt am Samstag (17 Uhr) gegen Aufsteiger Amiens könnte Neymar, jetzt Mitspieler von Julian Draxler und Kevin Trapp, sein Debüt geben.

Neymars Anwälte kommen in Barcelona vorbei, um die Summe zu bezahlen

Zuvor hatten seine Anwälte die 222 Millionen Euro an den FC Barcelona bezahlt, die in seinen erst im Oktober 2016 unterzeichneten Vertrag als festgeschriebene Ablösesumme verankert worden waren. "Die Rechtsvertreter des Spielers besuchten am Donnerstagnachmittag persönlich die Büroräume des Klubs und nahmen im Namen des Spielers die Zahlung von 222 Millionen Euro vor, um den Vertrag einseitig zu beenden", hatte Barça in einem kurzen Statement mitgeteilt.

Am Vormittag hatten sich Neymars Anwälte noch an die spanische Liga gewandt, um - wie auch sonst üblich - die festgeschriebene Ablösesumme, die in Spanien der betroffene Spieler selbst bezahlen muss, dort zu hinterlegen. Doch "La Liga" verweigerte die Zahlung . Also kam die Partei Neymar einfach selbst beim FC Barcelona vorbei.

Wie schon im Vorfeld angekündigt, wird sich Barça in der Sache an die UEFA wenden. "Der Klub wird nun die Details dieses Vorgangs an die UEFA weiterleiten, damit diese die disziplinarischen Verantwortlichkeiten bewerten kann, die sich daraus ergeben könnten", heißt es abschließend in der Mitteilung der Katalanen. Fortsetzung folgt also bestimmt - auch wenn Neymar jetzt amtlicher PSG-Profi ist.

jpe

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