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Konami streicht Championship Pro aus eFootball

Weitreichende Folgen für den eSport

Konami streicht Championship Pro aus eFootball

Bereits am 11. Dezember geht die neue Turnier-Serie los.

Bereits am 11. Dezember geht die neue Turnier-Serie los. Konami

"Es war das bestmögliche System, das eFootball-Spielern Profiverträge bei prestigeträchtigen Klubs ermöglicht hat. Jetzt sind wir alle arbeitslos", lautete das unverblümte Urteil von eFootball-Profi Walid Rachid 'Usmakabyle' Tebane gegenüber kicker eSport. Bezogen hat er sich auf die Championship Pro, über deren Ende wir exklusiv schon berichteten.

Nächster offener eSport-Wettbewerb

Am Donnerstag bestätigte Konami diese Info und die Befürchtungen der Profis. Während die Championship Open weiterhin bestehen, fällt der Team-Wettbewerb aus dem Raster. Ersetzt wird dieser künftig durch die Club Events, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Entwicklers. Bei dieser "neuen Art von Turnier" können "User aus der ganzen Welt im Spiel gegeneinander antreten, um der beste Vertreter für jeden der teilnehmenden Klubs zu werden".

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Konkret bedeutet das wohl: Es gibt für verschiedene Vereine Turnier-Serien, an deren Ende ein Spieler ermittelt wird, der den Klub in einer WM-Finalrunde vertritt. Wie bei den Open handelt es sich also um einen Wettbewerb, bei dem wortwörtlich jeder mitmachen kann. Inwieweit die Vereine involviert sind und welche Klubs überhaupt teilnehmen - das geht aus dem Statement nicht hervor. kicker eSport hat Konami diesbezüglich angefragt.

'Lutti' gibt Abschied bekannt

Zumindest gegen eine größere Involvierung der Klubs spricht der Abschied von Bayern-Trainer Matthias 'Lutti' Luttenberger. "Mit gemischten Gefühlen" wende sich der Coach auf Social Media an seine Fans "um Abschied zu nehmen. Die Zeit als erster Esport Coach beim FC Bayern München und in der professionellen Liga war für mich nicht nur eine berufliche Reise, sondern vor allem eine emotionale Erfahrung, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde".

Diese Entscheidung liegt außerhalb unserer Kontrolle, aber die Zeit, die wir zusammen hatten, war unglaublich wertvoll.

Matthias 'Lutti' Luttenberger

Das eSport-Engagement des FC Bayern München in eFootball ende "aufgrund der Einstellung des professionellen Liga-Betriebs durch Konami. Diese Entscheidung liegt außerhalb unserer Kontrolle, aber die Zeit, die wir zusammen hatten, war unglaublich wertvoll. Ein besonderer Höhepunkt war die Verewigung unserer Erfolge im FC Bayern München Museum. Dieses Erlebnis bleibt für immer in unserer Geschichte und zeigt, dass wir als Team Großes erreicht haben".

Barcelona macht den Anfang

Aufgeteilt werden die Club Events zunächst in "Online-Qualifikationsturniere für jede Region", ehe "alle regionalen Gewinner zu einem Finale zusammenkommen, um zu entscheiden, wer den Verein im Weltfinale vertreten wird". Bereits ab dem 11. Dezember gibt es die Möglichkeit, sich für den FC Barcelona in den Vordergrund zu spielen.

Somit bleibt für die eFootball-Profis zwar die Teilnahme an den Club Events - ob sich das aber finanziell lohnt? "Ich glaube, wenn die Preise nicht attraktiv sind, gibt es keinen Grund zu bleiben", sagte 'Usmakabyle' damals. Über mögliche Preisgelder gab Konami ebenfalls keine Auskunft - lediglich Belohnungen innerhalb des Spiels wurden genannt.

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