"Es hat am Samstag sehr weh getan", erzählt Mittelstürmer Ducksch. "Wir haben nun aber am Sonntag die Möglichkeit, das wiedergutzumachen. Darauf liegt unser Fokus. Wir wollen in Nürnberg unbedingt gewinnen."
Dennoch dürfte auch dem 26-Jährigen klar sein, dass der Aufstiegszug auch in dieser Saison wieder ohne 96 abfahren wird. Dafür sind 23 Punkte aus 16 Spielen zu wenig. 96 fehlen aktuell neun Zähler auf einen direkten Aufstiegsrang. Öffentlich mag sich Ducksch aber noch nicht vom Aufstieg verabschieden. "Es gibt noch viele Punkte zu holen. Ich bin ein positiver Mensch. Die Hinrunde ist noch nicht mal beendet."
Viele Spiele sind unglücklich für uns gelaufen
Marvin Ducksch
Eine Hinrunde, die für 96 und seinen Torjäger mit Höhen und Tiefen gespickt war. "Viele Spiele sind unglücklich für uns gelaufen", gibt Ducksch zu. Auch für ihn persönlich, denn acht Tore aus 16 Partien sind zwar eine gute Bilanz, aber es hätten auch schon deutlich mehr Treffer sein können und müssen.
Deshalb musste der Stürmer zwischenzeitlich auch mal auf der Bank Platz nehmen. "Kein Fußballer findet das toll, auf der Bank zu sitzen. Das war sehr hart für mich, auch wenn es zu recht war", erzählt der gebürtige Dortmunder, "ich bin aber kritikfähig und kann damit umgehen. Ich habe mir vorgenommen, mir nicht mehr so einen Kopf zu machen."
Ducksch will "alles ausblenden"
Unterstützt wurde er von 96-Trainer Kenan Kocak, der dem Goalgetter immer wieder Mut zugesprochen hat. Mit Erfolg: Ducksch fand zurück in die (Erfolgs-)Spur, schoss in den ersten beiden Spielen 2021 gegen Sandhausen und Darmstadt jeweils zwei Tore. Sein Jubel stammt aber noch aus dem Herbst, als er das Tor deutlich seltener traf: Ducksch steckt sich beim Jubeln seit einigen Wochen immer die Finger in die Ohren. Die Erklärung: "Ich habe immer versucht, alles auszublenden. Nach dem Motto: Ohren zu und durch. Deshalb kam das zustande."
Dass Hannover 96 auf dem Transfermarkt noch nach einem Stürmer sucht, bringt den Ex-Kieler nicht aus der Ruhe: "Ich muss das akzeptieren und respektieren. Jeder, der uns hilft, ist herzlich willkommen. Fußball lebt vom Konkurrenzkampf. Aber ein neuer Spieler muss auch erstmal an mir vorbeikommen."


