3. Liga

1860-Torjäger Mölders will nach Duell mit Türkgücü "keine Witze machen"

1860 hadert nach Stadtduell mit der Spielleitung

Angefressener Mölders will "keine Witze machen"

Schlüsselszene mit Diskussionsbedarf: Dennis Dressel wird vom Unparteiischen Patrick Hanslbauer nach seinem Foul an Erhardt mit Rot vom Platz gestellt.

Schlüsselszene mit Diskussionsbedarf: Dennis Dressel wird vom Unparteiischen Patrick Hanslbauer nach seinem Foul an Erhardt mit Rot vom Platz gestellt. imago images

Entsprechend angefressen war nach Abpfiff vor allem Löwen-Torjäger Sascha Mölders. "Wir gehen in Führung, kriegen den Ausgleich. Dann führen wir 2:1 - keine Ahnung, ob es rot war. Aus meiner Sicht finde ich es sehr mutig, in so einem Spiel an der Mittellinie eine Rote Karte zu geben", fasste er eine der Schlüsselszenen der Partie zusammen.

Was war passiert? Im Mittelfeld gingen Erhardt und Dressel zeitgleich zum Ball - Letzterer kam einen Moment zu spät, traf Erhardt am Schienbein und wurde vom Unparteiischen Patrick Hanslbauer mit glatt Rot vom Platz gestellt. Eine Karte, die laut Fabian Greilinger die Partie "auf den Kopf stellte", es "nie im Leben" hätte geben dürfen und die selbst beim Gegner kritisch gesehen wurde: "Ich glaub es gehen beide zum Ball und wir nehmen es dann dankend an", wertete Türkgücüs Verteidiger Aaron Berzel die Situation.

"Ich glaub da hat sich die Regel jetzt wieder geändert, da blickt jetzt auch fast keiner mehr durch"

Michael Köllner

Löwen-Coach Michael Köllner, der seine Mannschaft für den großen Einsatz lobte, wollte keine Einzelsituationen des Schiedsrichters beurteilen. Er sei grundsätzlich mit der Spielleitung nicht zufrieden gewesen. "Die Rote Karte gegen Dressel kann man geben, keine Frage, wenn man das Maß ganz streng anlegt. Bloß dann muss man im ganzen Spiel ganz streng unterwegs sein", vermisste Köllner "das nötige Augenmaß" beim Unparteiischen. Gnädig bewertete der Löwen-Coach die Szene in der 43. Minute, als Türkgücüs Stefan Stangl der Ball im Sechzehner an den Oberarm sprang, es aber keinen Handelfmeter für die "Sechzger" gab. "Ich glaub da hat sich die Regel jetzt wieder geändert, da blickt jetzt auch fast keiner mehr durch", ärgerte sich Köllner weniger über den ausgebliebenen Pfiff als eher darüber, dass der Ball von Stangl nicht zu Stefan Lex sprang, der frei durchgewesen wäre.

So mussten die Löwen in Unterzahl den Ausgleich durch Sliskovic hinnehmen (70.), schafften es aber mit Kampfgeist, zumindest das 2:2 über die Zeit zu retten. " Wir haben eine halbe Stunde mit einem Mann weniger gespielt, das ist auch Qualität, wenn du dann nicht verlierst. Aber trotz alledem - ich persönlich bin mit dem Punkt absolut null zufrieden", ließ Mölders "stocksauer" Dampf ab und wollte sich nicht einmal für sein Tor, bei dem er seinen Gegenspieler - und Kumpel - Berzel alt aussehen ließ, loben lassen: "Wir wollten gewinnen, das haben wir nicht geschafft und deswegen brauchen wir hier jetzt auch keine Witze machen."

aja