3. Liga

1. FC Magdeburg: Auch der FCM stellt auf Kurzarbeit um

Verlust von 2,6 Millionen Euro droht

"Existenz bedroht": Auch Magdeburg stellt auf Kurzarbeit um

Maik Franz (li.) und Mario Kallnik

Der 1. FC Magdeburg um Sportdirektor Maik Franz (li.) und Geschäftsführer Mario Kallnik stellt aufgrund der Corona-Pandemie auf Kurzarbeit um. imago images

"Wir haben bei der Agentur für Arbeit einen entsprechenden Antrag gestellt", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik der regionalen Tageszeitung "Volksstimme" am Dienstag. Das Kurzarbeitergeld würde demnach sowohl für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle als auch für alle Spieler gelten.

"Existenz bedroht"

Das Geld soll in Magdeburg zumindest einen Teil des drohenden Verlustes bei einem möglichen Saisonabbruch abfangen. "Im schlechtesten Fall droht uns für den Fall, dass die Saison nicht zu Ende gespielt wird, ein Verlust in Höhe von 2,6 Millionen Euro", so Kallnik. Dieses Minus setze sich zum großen Teil aus fehlenden Zuschauer- und Werbeeinnahmen zusammen.

1. FC Magdeburg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

22.12.1965

Vereinsfarben

Blau-Weiß

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
MSV Duisburg
47
2
Waldhof Mannheim
44
3
SpVgg Unterhaching
44

"Wie viele andere Unternehmen und Vereine der Region sind auch wir in dieser sehr schwierigen Situation in der Existenz bedroht. Deshalb müssen wir nun auch die staatlichen Maßnahmen in Anspruch nehmen", erklärte Kallnik.

Annullierung der Saison "am sinnvollsten"

Der FCM hatte laut "Volksstimme" in den vergangenen Jahren ein Eigenkapital in Höhe von 3,3 Millionen Euro aufgebaut, das durch den hohen Verlust aber fast komplett aufgebraucht wäre. "Die momentane Krise trifft uns hart", so Kallnik, für den bei einem möglichen Abbruch der Spielzeit eine "Annullierung am sinnvollsten" scheint.

Der FCM befindet sich nach 27 Spieltagen auf Rang 15, nur ein Punkt trennt ihn von einem Abstiegsrang. Vor den Magdeburgern hatten in der 3. Liga bereits unter anderem der Hallesche FC, der FSV Zwickau, der Chemnitzer FC und der 1. FC Kaiserslautern auf Kurzarbeit umgestellt.

Im Ticker: Coronavirus und der Sport

kon/dpa