Champions League

Champions-League-Achtelfinale: Bayerns gegen Chelsea, BVB gegen Tuchels PSG, Leipzig gegen Tottenham

Auslosung des Champions-League-Achtelfinals

Bayerns Wiedersehen mit Chelsea - BVB gegen Tuchels PSG

Frank Lampard (l., gegen Thomas Müller) war 2012 beim Triumph in München als Spieler dabei - Thomas Tuchel trifft den BVB wieder. picture alliance (2)

Das Champions-League-Achtelfinale wird für den FC Bayern und Borussia Dortmund eine Reise in die Vergangenheit. Die Münchner treffen erstmals seit dem "Finale dahoam" 2012 in der Champions League wieder auf den FC Chelsea, der BVB feiert ein Wiedersehen mit Thomas Tuchel.

Besonders gut meinte es "Losfee" Hamit Altintop mit den deutschen Klubs also nicht. Anstatt Lyon oder Bergamo zu ziehen, bekommt es Bayern am 25. Februar 2020 an der Stamford Bridge mit dem aktuellen Premier-League-Vierten zu tun, der trotz der Sommer-Transfersperre und des Abgangs von Eden Hazard unter Trainer Frank Lampard eine bemerkenswerte Saison spielt.

Chelsea spielt eine starke Saison, steckt aktuell jedoch im Tief

Angeführt von den Youngsters um Tammy Abraham (22), Mason Mount (20) oder Christian Pulisic (21) spielten die Blues - ganz anders als 2011/12, als Lampard noch Kapitän war - wochenlang mitreißenden Offensivfußball, stecken momentan aber im Tief: Vier der letzten fünf Ligaspiele haben sie verloren. Im Winter könnte sich Chelsea allerdings noch einmal verstärken, die Transfersperre wurde inzwischen halbiert.

Stimmen zur Auslosung: "Die Jungs auf der Insel wissen, dass wir da sind"

Die Bayern, die im Vorjahr im Achtelfinale am späteren Titelträger Liverpool scheiterten, dürfen nach der stärksten Gruppenphase der Champions-League-Geschichte (sechs Siege, 24:5 Tore) das Rückspiel am 18. März zuhause bestreiten, der BVB dagegen empfängt PSG am 18. Februar zunächst (Rückspiel: 11. März).

PSG wirkt diese Saison stabiler, steht aber unter enormem Druck

Die Elf um Neymar und Kylian Mbappé sowie die Ex-Schalker Thilo Kehrer und Julian Draxler gewann ihre Gruppe souverän (5/1/0) vor Real Madrid, führt die Ligue 1 wie gewohnt an und wirkt in dieser Saison stabiler und ausbalancierter als in der Vergangenheit. Allerdings steht sie auch enorm unter Druck: Dreimal hintereinander war schon im Achtelfinale Schluss. Seit der Übernahme durch die katarische Investorengruppe "Qatar Sports Investments" 2011 kam PSG noch nie über das Viertelfinale hinaus.

Und natürlich bietet die Personalie Tuchel Brisanz: Der Trainer war bei der Borussia nach dem DFB-Pokalsieg im Mai 2017 von Misstönen begleitet vorzeitig entlassen worden. Es ist das erste Wiedersehen seitdem. Im Europapokal trafen beide Klubs nur in der Europa-League-Gruppenhase 2010/11 aufeinander. Beide Partien endeten unentschieden (1:1/0:0).

Leipzig reist zu Spurs im Aufwärtstrend

RB Leipzig, seit Sonntag neuer Bundesliga-Tabellenführer, reist wie der FC Bayern nach London: Nach dem souveränen Einzug als Gruppenerster trifft das Team von Julian Nagelsmann in ihrem ersten CL-Achtelfinale überhaupt am 19. Februar und 10. März auf Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur, der trotz zweier Niederlagen gegen Bayern (2:7/1:3) die K.-o.-Phase erreichte - und unter José Mourinho einen klaren Aufwärtstrend verzeichnet: Von fünf Ligaspielen seit dem Trainerwechsel gewannen die Spurs vier und haben die Champions-League-Ränge wieder im Blick.

Die Hin- und Rückspiele ziehen sich vom 18. Februar bis zum 18. März 2020.

ManCity erwischt Real Madrid, Liverpool Atletico

Der Hit des Achtelfinals ist wohl das Aufeinandertreffen von Real Madrid und Manchester City. Pep Guardiolas Vorhaben, im vierten Jahr in England endlich mal wieder ein Champions-League-Finale zu erreichen, wird schon früh auf eine ernste Probe gestellt.

Steinig wird auch der Weg von Titelverteidiger Liverpool ins Viertelfinale: Jürgen Klopps Mannschaft erwischte Atletico Madrid, das in dieser Saison in La Liga zwar acht von 17 Partien unentschieden gespielt hat, aber gewohnt schwer zu knacken ist (zwei Niederlagen, zehn Gegentore).

Losglück für Juventus und Barcelona - Bergamo darf träumen

Juventus Turin und Cristiano Ronaldo werden derweil nicht unglücklich über das Los Olympique Lyon sein, das derzeit nur Achter in Frankreich ist, sich als zweitschlechtester Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifizierte und jetzt in Memphis Depay (Kreuzbandriss) auch noch seinen mit Abstand wichtigsten Spieler verloren hat. Wie Juve ist auch der FC Barcelona in seinem Aufeinandertreffen mit der SSC Neapel Favorit, die nach unruhigen Wochen gerade Gennaro Gattuso als neuen Trainer installiert hat.

Champions-League-Newcomer Atalanta Bergamo darf dagegen vom Viertelfinale träumen: Die offensivstarken Italiener, die sich nach drei Niederlagen zum Auftakt noch für die K.-o.-Runde qualifizierten, erwischten am Montag mit Valencia den wohl leichtesten Gegner aus dem ersten Topf. Nach jetzigem Stand ist das Hinspiel in Spanien das Treffen des La-Liga-Achten und des Serie-A-Sechsten.

Das Achtelfinale im Überblick

jpe

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