Nerazzurri zittern aktuell um die Champions League

Inter-Dauerthema Icardi: "Demütigend"

Mauro Icardi

Hat das Training aufgenommen, spielt aber noch nicht - und sorgt weiterhin für Fragezeichen: Mailands Stürmer Mauro Icardi. imago

Mauro Icardi und Inter Mailand. Was trotz einiger Tiefen zwischendurch weitestgehend stets eine erfolgreiche Beziehung war (109 Tore in 179 Serie-A-Partien), ist längst zu einer Seifenoper inklusive Heulkrampf verkommen . Der entmachtete Kapitän ist seit dem 1:0 in Parma am 23. Spieltag nicht mehr im Einsatz gewesen, hat zwischenzeitlich gar nicht mehr trainiert und sich einmal mit einer Cap mit der Aufschrift "Freedom" im Stadion gezeigt.

Wie es in dieser Saison mit Icardi weitergeht? Was im Sommer passieren wird? Ob ein Wechsel zu Real Madrid bevorsteht? Über all das wird seit Wochen spekuliert - und hilft Inter in der entscheidenden Saisonphase nicht unbedingt weiter. Denn vor dem Gastspiel beim CFC Genua am Mittwoch (21 Uhr, 30. Spieltag) stehen die Lombarden unter Zugzwang - schließlich befinden sich Klubs wie Milan, Atalanta, Lazio, AS Rom, Sampdoria und auch Torino in Lauerstellung.

Dieser Umstand stößt Inter-Coach Luciano Spalletti sauer auf - und deswegen hat er erstmals seinem Ärger im Gespräch mit "Sky" mächtig Luft gemacht. Es sei "demütigend" für die Fans, dass mit einem Spieler verhandelt werden müsse, "um ihn dazu zu bringen, das Trikot des Klubs wieder anzuziehen, den sie lieben und für den sie leben". Dass Spalletti Icardi für die Partie gegen Lazio Rom trotz des jüngst immerhin wieder aufgenommenen Trainings (seit 21. März) nicht in den Kader berufen hatte, begründete der Trainer mit dem Verhalten des 26-Jährigen: "Die Disziplin ist die wahre Kraft einer Mannschaft, eines Profis. Es ist die Disziplin, die er gegenüber sich selbst hat, in der Professionalität, in dem Umfeld, in dem er arbeitet."

Spalletti machte zudem deutlich, dass Icardi aus seiner Sicht nicht für den Erfolg der Mannschaft entscheidend sei. Es gebe nur wenige Spieler neben Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi, die wirklich einen Unterschied machten.

mag