Sportlich befinden sich die Münchner Löwen aktuell in einem absoluten Formhoch, der jüngste 3:0-Erfolg in Mannheim war bereits der dritte Sieg in Serie für den TSV. Die Schlagzeilen bestimmte am Sonntagabend derweil Hasan Ismaik, der im Rahmen von Dreharbeiten zu einer neuen ARD-Dokumentation offen über einen Verkauf seiner Anteile sprach.
"Ich denke, 1860 braucht jemanden Neuen - sie brauchen Hasan nicht", lauteten die Worte des 47-Jährigen, der den heutigen Drittligisten im Jahr 2011 vor der Insolvenz gerettet hatte. Ismaik wolle "den Klub verkaufen und einfach nur noch Fan sein."
Ismaik erkennt eigene Fehler an
Seine persönliche, finanzielle Sicht spiele im Zuge des geplanten Verkaufs unterdessen keine Rolle, vielmehr bekräftigte der Jordanier, dass die Zukunftsaussichten des Traditionsvereins ohne seine Beteiligung aufhellen würden: "Es stört mich nicht, wenn ich jedes Jahr ein oder zwei Millionen verliere, um den Verein am Leben zu erhalten. Aber ich denke, es wäre das Beste für 1860, wenn Hasan nicht bleibt", so Ismaik über sich selbst in der dritten Person.
Der Geschäftsmann, der seit Jahren in der Kritik bei den eigenen Anhängern sowie im permanenten Machtkampf mit dem Löwen-Präsidium steht, räumte unterdessen eigene Fehler ein - allen voran im Hinblick auf seinen Einstieg vor knapp elf Jahren: "Ich gebe mir die Schuld, dass ich, bevor ich gekauft habe, 1860 nicht richtig verstanden habe - die Kultur, die Geschichte des Klubs, die 50+1-Regel. Dass die Menschen hier etwas anderes wollen - das hätte ich vorher erkennen müssen."
Jeder, der glaubt, die Fähigkeit zu haben, 1860 zu kaufen - meine Tür steht offen.
Hasan Ismaik
Vonseiten der Vereinsführung verspüre Ismaik indes "keine Wertschätzung, keinen Respekt - nichts." Ein weiterer Punkt, der ihn in seinem Entschluss bestärkt haben dürfte, die Anteile zu verkaufen.
Ein potentieller neuer Investor müsse, um bei Sechzig insbesondere hinsichtlich der Stadionfrage etwas bewegen zu können, aber einiges zu geben bereit sein, machte der Anteilseigner klar: "Jeder, der glaubt, die Fähigkeit zu haben, 1860 zu kaufen - meine Tür steht offen. Aber wenn er nicht 200 bis 300 Millionen hat, wird es für ihn nicht funktionieren." Der geforderte Kaufpreis seiner Anteile indes soll angeblich bei 25 Millionen Euro liegen, wie die TZ erfahren haben will.































