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Schweiz, Relegation: FC Thun scheitert an Vaduz und steigt ab

Schweiz: Liechtensteiner nach dreijähriger Abwesenheit wieder oben dabei

Spätes Aufbäumen reicht nicht: Thun scheitert an Vaduz und steigt ab

Große Freude bei den Gästen: Der FC Vaduz feiert in Thun trotz einer 3:4-Niederlage.

Große Freude bei den Gästen: Der FC Vaduz feiert in Thun trotz einer 3:4-Niederlage. picture-alliance

Das 0:2 in Vaduz war für den FC Thun am Ende eine doch zu große Hypothek. Die Mannschaft von Trainer Marc Schneider gewann zwar im Rückspiel der "Barrage" mit 4:3, schlich am Ende aber dennoch geknickt vom Rasen. Nach zehn Jahren geht es für Thun wieder runter, nach drei Jahren für den Super-League-Gast Vaduz aus dem kleinen Nachbarland Liechtenstein wieder hoch.

Über ein Jahrzehnt lang hatten sich die Thuner, obwohl in der Regel als Abstiegskandidat gehandelt, meist recht souverän im Oberhaus gehalten. Nachdem die Mannschaft in dieser Corona-Saison anfangs lange Zeit Schlusslicht war, sah es nach einem Zwischensprint in der Rückrunde und zwischenzeitlich Platz acht so aus, als würde auch dieses Mal die Rettung gelingen. Trainer-Talent Schneider hielt das Team auf Kurs - ehe am Ende auch das Glück fehlte.

Sieben Spiele ohne Niederlage helfen nicht

Trotz sieben Spielen ohne Niederlage rutschte Thun noch auf den vorletzten Rang ab, am Montagabend vor immerhin 1000 Zuschauern spiegelte sich das Auf und Ab der Saison auch im Rückspiel gegen Vaduz. Thun drehte ein 0:1 in ein 2:1, ein 2:3 in der Schlussphase in ein 4:3. Doch am Ende fehlte die Zeit, um den Spieß noch gänzlich umzudrehen.

Während der FC Vaduz die Rückkehr in die Super League ausgelassen feierte, sagte ein ernüchterter Thuner Klubchef Markus Lüthi nach Schlusspfiff: "Fünf Minuten nach dem Abstieg zu sagen, wie es weitergeht, wäre wohl unqualifiziert." Die Entscheidungsträger werden ein paar Tage in Klausur gehen und danach "sauber mitteilen, wie es weitergeht". Im Schweizer Fernsehen stellte Lüthi fest: "Wenn jemand schuld ist, dann ich."

Frick: Vaduz war "mörderisch heiß"

Erleichterung nach einem keineswegs reibungsfreien Saisonverlauf herrschte auch bei den Gästen, die neben Lausanne Sports zurückkehren. Trainer Mario Frick sagte, dass er die Vision gehabt habe, "über die Barrage" aufzusteigen: "Dass es nun eintrifft, ist eine wahnsinnige Genugtuung." Er habe viele Spieler im Team, die in der Super League gescheitert und daher "mörderisch heiß auf den Aufstieg" gewesen seien.

aho

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