Champions League

Salzburg schreibt Geschichte: "Der schönste Abend meiner Karriere"

Erster Einzug ins CL-Achtelfinale

Salzburg schreibt Geschichte: "Der schönste Abend meiner Karriere"

Nach dem Spiel herrschte bei Salzburg großer Jubel.

Nach dem Spiel herrschte bei Salzburg großer Jubel. GEPA Pictures

Als erster österreichischer Verein überhaupt qualifizierte sich RB Salzburg am Mittwoch für das Achtelfinale der Champions League. Der heimische Serienmeister besiegte den FC Sevilla dank des Goldtors von Noah Okafor (50.) mit 1:0 und zog somit hinter Gruppensieger Lille als Zweiter in die Runde der letzten 16 ein.

Champions League, 6. Spieltag

Nach dem Eintrag in die Geschichtsbücher zeigte man sich auf Seiten der Salzburger emotional. "Ich bin sprachlos und extrem stolz auf die ganze Mannschaft. Wir genießen jetzt den Moment", meinte Okafor im Anschluss an das Match gegenüber "ServusTV".

"Ausrufezeichen für den österreichischen Fußball"

Nicht minder glücklich war Karim Adeyemi, der den Treffer seines Sturmpartners mustergültig vorbereitet hatte: "Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Ich bin einfach überglücklich, mit so einer geilen Mannschaft weiterzukommen." In eine ähnliche Kerbe schlug auch Andreas Ulmer: "Das war für den gesamten österreichischen Fußball ein großes Ausrufezeichen."

Am emotionalsten reagierte Rasmus Kristensen, der im Interview sogar in Tränen ausbrach: "Es war sicher der schönste Abend meiner Karriere, ein super Gefühl. Wir haben das so verdient." Es sei ein "Wahnsinn", nun im Champions-League-Achtelfinale zu stehen.

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Dass es so weit kam, hatten die Salzburger auch einer perfekten taktischen Ausrichtung zu verdanken. Entgegen der eigenen Spielphilosophie beschränkte sich die Mannschaft von Matthias Jaissle zunächst aufs Verteidigen und überließ Sevilla das Spiel. Ein Umstand, mit dem die Andalusier vor allem in der ersten Hälfte überhaupt nicht klarkamen.

Sevilla köpft an die Latte, Salzburg trifft

Und doch hätte die Partie in der 48. Minute eine große Wende nehmen können, ein Kopfball des völlig freistehenden Munir El Haddadi landete aber nur an der Latte. Okafor besorgte 120 Sekunden später das 1:0. "Man hat gegen eine Top-Mannschaft auch Phasen, die man überstehen muss" sagte Jaissle in Bezug auf die ersten fünf Minuten nach der Pause. Spätestens die Gelb-Rote Karte von Joan Jordan (64.) stellte letztlich die Entscheidung dar.

Insgesamt attestierte Jaissle seiner Elf "eine richtig gute Partie". "Es freut mich sehr, dass sich die Jungs belohnt haben." Wunschgegner fürs Achtelfinale - die Auslosung findet am Montag um 12.00 Uhr statt - wollte der Deutsche keinen verraten: "Wir nehmen jeden, der kommt." 

nf