18:17 - 18. Spielminute

Tor 1:0
Stancu
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Chipciu
Rumänien

18:21 - 22. Spielminute

Gelbe Karte (Rumänien)
Prepelita
Rumänien

18:23 - 24. Spielminute

Gelbe Karte (Rumänien)
Chipciu
Rumänien

18:36 - 37. Spielminute

Gelbe Karte (Rumänien)
Keseru
Rumänien

19:01 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Rumänien)
Hoban
für Pintilii
Rumänien

19:05 - 50. Spielminute

Gelbe Karte (Schweiz)
G. Xhaka
Schweiz

19:12 - 57. Spielminute

Tor 1:1
Mehmedi
Linksschuss
Schweiz

19:17 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Rumänien)
Filip
für Rat
Rumänien

19:19 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Schweiz)
Embolo
für Seferovic
Schweiz

19:32 - 76. Spielminute

Gelbe Karte (Rumänien)
Grigore
Rumänien

19:39 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Schweiz)
Lang
für Dzemaili
Schweiz

19:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Rumänien)
Andone
für Stancu
Rumänien

19:49 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte (Schweiz)
Embolo
Schweiz

19:46 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Schweiz)
Tarashaj
für Shaqiri
Schweiz

RUM

SUI

Europameisterschaft

Mehmedi sorgt für Schweizer Erleichterung

Stancu trifft schon zum zweiten Mal vom Punkt

Mehmedi sorgt für Schweizer Erleichterung

Die rumänischen Fans bejubeln das 1:0 von Bogdan Stancu.

Die rumänischen Fans bejubeln das 1:0 von Bogdan Stancu. Getty Images

Rumäniens Nationaltrainer Anghel Iordanescu entschied sich nach der erst kurz vor Schluss zustande gekommenen 1:2-Niederlage im Auftaktspiel gegen Gastgeber Frankreich gleich zu vier Änderungen in seiner Startelf: Im defensiven Mittelfeld spielte Prepelita für Hoban. Mit Torje und Chipciu statt Popa und Stanciu sowie Keseru für Andone im Sturmzentrum baute Iordanescu fast seine komplette Offensive um.

"Nati"-Coach Vladimir Petkovic sah nach dem 1:0-Erfolg gegen Albanien zum Auftakt dagegen keine Veranlassung, seine Anfangsformation umzustellen.

Seferovic scheitert zweimal, Lichtsteiners unnötige Aktion

Die Begegnung begann äußerst munter, weil beide Mannschaften sofort bemüht waren, das Mittelfeld mit direkten Pässen und Tempo zu überbrücken, um in die Strafräume zu gelangen. Die erste gute Chance des Spiels vergab der Frankfurter Seferovic, der aus rund 13 Metern ganz knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (6.). Im weiteren Verlauf erspielte sich die Schweiz - immer wieder forciert von Antreiber Dzemaili - Vorteile. Seferovic tauchte in der 16. Minute erneut frei vor Tatarusanu auf, scheiterte jedoch am rumänischen Schlussmann.

Gruppe A - 2. Spieltag

Spielnote

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit vielen Torszenen, beide Teams kämpften mit offenem Visier.

2,5
Tore und Karten

1:0 Stancu (18', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Chipciu)

1:1 Mehmedi (57', Linksschuss)

Rumänien
Rumänien

Tatarusanu2 - Sapunaru3,5, Chiriches3,5, Grigore4 , Rat4 - Pintilii4 , Prepelita3,5 , Torje3,5, Chipciu3 - Stancu3,5 , Keseru4,5

Schweiz
Schweiz

Sommer3 - Lichtsteiner4,5, Schär3,5, Djourou3, R. Rodriguez3 - Behrami3, G. Xhaka3 , Shaqiri4,5 , Dzemaili3 , Mehmedi3 - Seferovic4

Schiedsrichter-Team
Sergei Karasev

Sergei Karasev Russland

1,5
Spielinfo

Stadion

Parc des Princes

Zuschauer

43.576

Kurz darauf bot sich plötzlich den Osteuropäern die große Gelegenheit zur Führung: Weil Lichtsteiner im eigenen Strafraum ein wenig plump am Trikot von Chipciu gezogen hatte, entschied der russische Schiedsrichter Sergei Karasev auf Strafstoß. Stancu, der bereits gegen Frankreich das rumänische Tor per Foulelfmeter erzielte hatte, verlud Sommer und schob flach ins linke Eck ein (18.). Durch den Treffer avancierte der Offensivakteur zum ersten Spieler bei der EM mit zwei Toren auf dem Konto und gleichzeitig zum ersten Rumänen überhaupt, der bei einer EM mehr als einen Treffer erzielte. Kurios zudem: Mit Ausnahme der beiden durch zwei Spieler von Juventus Turin (Frankreichs Evra und Lichtsteiner) verursachten Strafstöße zugunsten der Rumänen war im Turnierverlauf bislang kein Elfmeter verhängt worden.

Die Schweiz antwortete zunächst mit wütenden Angriffen. Schär zwang Tatarusanu aus der Distanz zu einer sehenswerten Flugparade (22.). Die Rumänen, bei denen Stancu als zweite Spitze neben Keseru fungierte, hatten durch das 1:0 jedoch Selbstvertrauen getankt und suchten ihrerseits mit schnörkellosen Angriffen Abschlüsse. So ließ Chipciu links im Strafraum Lichtsteiner stehen und schoss mit einem Aufsetzer aus spitzem Winkel knapp vorbei (26.). Kurz darauf war es der rechte Außenpfosten, der nach einer Standardsituation und einem Schuss von Sapunaru aus dem Gewühl das zweite Gegentor für die Eidgenossen verhinderte (28.).

Das Schweizer Problem: Chancenverwertung

In der Schlussphase der ersten Hälfte fingen sich die Schweizer wieder und erhöhten sukzessive den Druck auf das rumänische Tor. Kurz vor der Halbzeit kam Dzemaili dem Ausgleich nach einer Flanke von Lichtsteiner fast von der Torauslinie sehr nahe, doch der Kopfballaufsetzer des offensiven Mittelfeldspielers strich knapp links am Tor vorbei (40.).

Ciprian Tatarusanu (r.)

Admir Mehmedi (nicht im Bild) schießt zum 1:1 ein, Ciprian Tatarusanu (r.) ist machtlos. Getty Images

Nach dem Seitenwechsel brachte Iordanesu Hoban für den angeschlagenen Pantilii. Und der Eingewechselte hatte nach noch nicht einmal einer gespielten Minute eine gute Schusschance im Strafraum gegen erneut einen Moment lang unaufmerksame Schweizer, zielte jedoch mit links am Tor vorbei (46.). Der Elf von Coach Petkovic fehlte nach Wiederbeginn zunächst der offensive Esprit, den seine Schützlinge noch über weite Strecken der ersten Hälfte an den Tag gelegt hatten.

Mehmedi bricht den Bann

Gerade als das Offensivspiel der Schweiz vollends zu erlahmen schien, gelang der "Nati" der Ausgleich: Nach einer Hereingabe prallte der Ball eher zufällig zu Mehmedi halblinks im Strafraum. Der Leverkusener zog mit links volley ab und brachte den Ball mit seinem wuchtigen Schuss im rechten Toreck unter - 1:1 (56.). Durch das Tor wurde der Leverkusener zum ersten Schweizer der Fußball-Historie, dem sowohl bei einer EM als auch bei einer WM mindestens ein Tor gelang. Bei der WM in Brasilien 2014 hatte Mehmedi beim 2:1 der Eidgenossen im Auftaktspiel gegen Ecuador zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich getroffen.

Der Ausgleich verlieh den Schweizern abrupt Oberwasser gegen das langsam müde werdende Rumänien, das mit zunehmender Spieldauer immer seltener zu Entlastungsangriffen kam und den Ball zumeist schon früh im Spielaufbau wieder verlor. Bei aller Dominanz, die die Schweiz insbesondere nach dem Ausgleichstreffer entwickelte, fehlte es den Eidgenossen trotz der Hereinnahme von Toptalent Embolo, der in Minute 64 für Seferovic kam, in Tornähe an Durchschlagskraft. So blieb es am Ende beim aus Sicht der Rumänen ein wenig schmeichelhaften Remis.

Am letzten Spieltag in der Gruppe A trifft Rumänien am Sonntag um 21 Uhr in Lyon auf Albanien und benötigt dabei einen Erfolg, um sich als potenziell Drittplatzierter gute Karten im Rennen der besten vier Gruppendritten, die sich noch für das Achtelfinale qualifizieren, zu sichern. Gleichzeitig spielt die Schweiz im Topspiel in Lille gegen Frankreich.

Bilder zur Partie Rumänien - Schweiz