Nationalelf

"Respektlos": Watzke will Name "Die Mannschaft" abschaffen

Künftiges DFB-Präsidiumsmitglied fordert Bodenständigkeit

"Respektlos": Watzke will Name "Die Mannschaft" abschaffen

Künftig im DFB-Präsidium: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Künftig im DFB-Präsidium: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

"Vielleicht sollte man zuallererst mal damit aufhören, das Team 'Die Mannschaft' zu nennen", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund dem "Spiegel". "Dieser Begriff ist mir zu abgehoben. Es ist respektlos gegenüber allen anderen erfolgreichen Mannschaften. 'Die Mannschaft' gibt es nicht, es gibt viele Mannschaften. Wir müssen bodenständiger werden, uns auf die Basis zurückbesinnen."

Watzke, der ab dem 11. Februar als DFL-Aufsichtsratschef dem DFB-Präsidium angehört, will sich deshalb für eine Abschaffung der Marketingbezeichnung einsetzen. "Ich werde das zumindest anregen."

Watzke: "DFB viel zu wenig mit Fußball beschäftigt"

"Die Mannschaft" als Spitzname für die deutsche Nationalelf war 2015 federführend von DFB-Direktor Oliver Bierhoff eingeführt worden und hatte immer wieder für Kritik gesorgt - insbesondere nach dem historischen WM-Aus 2018.

Bierhoff aber hatte an dem Begriff festgehalten und auf eine unabhängige Untersuchung verwiesen, wonach er gerade bei jungen Menschen, Frauen und im Ausland auf hohe Akzeptanz stoße. Gleichzeitig ist die Nationalmannschaft seitdem bemüht, wieder mehr Fannähe zu zeigen.

Diese mahnt auch Watzke an. Der DFB habe sich "in den vergangenen Jahren viel zu sehr mit sich selbst und viel zu wenig mit dem Fußball beschäftigt. Ein Punkt: Wir müssen unsere Nationalmannschaft besser präsentieren. Mehr Nähe zeigen. Mehr Sinn für die Wünsche der Menschen haben."

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jpe/dpa/sid

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