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Nächste Eskalationsstufe in Green Bay: Rodgers schwänzt Minicamp

Zukunft des Quarterbacks der Packers weiter offen

Nächste Eskalationsstufe in Green Bay: Rodgers schwänzt Minicamp

Das Gesicht der Packers und einer der besten Quarterbacks aller Zeiten: Was wird aus Aaron Rodgers?

Das Gesicht der Packers und einer der besten Quarterbacks aller Zeiten: Was wird aus Aaron Rodgers? picture alliance

Damit befindet sich Rodgers weiter auf Konfrontationskurs mit den Green Bay Packers. Bereits die freiwilligen Trainingseinheiten Ende Mai hatte er ausgelassen, nun erschien der 37-Jährige auch nicht am Dienstagmorgen (Ortszeit) zum Auftakt des obligatorischen Minicamps. Würde Rodgers an allen drei Tagen nicht erscheinen, muss er 93.085 US-Dollar (rund 76.000 Euro) Strafe zahlen.

Rodgers, der MVP der vergangenen Spielzeit, hatte in jüngster Zeit mehrmals seinen Unmut über die Entwicklung der Green Bay Packers öffentlich gemacht. "Es geht um die Philosophie, es wird vielleicht vergessen, dass man auf die Menschen schauen muss, die die Sache am Laufen halten", hatte der 37-Jährige, dem im Klub "Charakter" und "Kultur" fehle, erst jüngst im Interview mit "ESPN" gesagt.

"Es ist, wie es ist", gab sich Packers-Head-Coach Matt LaFleur angesichts des Fehlens seines Spielmachers betont gelassen. "Wir arbeiten mit den Jungs, die hier sind und dem Team helfen wollen." Wie es weitergeht, ist offen. Rodgers, der mit den vergangenen Drafts alles andere als einverstanden war, soll schon mehrfach mit den Verantwortlichen des Franchises über einen möglichen Wechsel gesprochen haben. Dabei spielt er bereits seit 16 Jahren in Green Bay, die "Ehe" zwischen den Packers und dem Spielmacher galt eigentlich als unzerbrechlich. Und war bisher von Erfolg gekrönt: 2010 führte Rodgers die Packers zum Triumph im Super Bowl, insgesamt elfmal standen die Cheeseheads außerdem unter seiner Regie in den Play-offs.

Mitte Juli wird es spannend

Noch ist aber nichts entschieden. Weder LaFleur noch die Mitspieler verloren ein schlechtes Wort über Rodgers, die angedrohten Strafen sind angesichts der millionenschweren Gehälter der NFL-Stars tatsächlich die sprichwörtlichen "Peanuts". Das nächste wichtige Datum steht Mitte Juli an, wenn die Vorbereitungs-Trainingslager auf die neue Saison starten. Ein Fehlen dort würde für Rodgers nicht nur deutlich teurer zu stehen kommen, sondern könnte dann letztendlich auf einen endgültigen Bruch hinweisen.

jer

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