DFB-Pokal

Müller sorgt mit Gehälter-Satz für Aufsehen - Flick kritisiert DFB

Bayern-Trainer toppt Guardiola

Müller sorgt mit Gehälter-Satz für Aufsehen - Flick kritisiert DFB

Thomas Müller im Spiel gegen Frankfurt

Klare Worte nach dem Finaleinzug: Thomas Müller. picture alliance

Was ist eigentlich der Rekorde-Rekord? Beim mühevollen 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal-Halbfinale knackte der FC Bayern jedenfalls mehrere Bestmarken auf einmal. Hansi Flick übertrumpfte etwa mit 24 Siegen aus seinen ersten 27 FCB-Pflichtspielen Pep Guardiola (22), Thomas Müller hat jetzt die meisten Siege in der DFB-Pokal-Geschichte, und mit dem dritten Finaleinzug in Serie stellten die Bayern auch ihren Vereinsrekord ein.

Doch auch wenn Flick hinterher seiner Elf ein "Riesenkompliment" machte, waren im Nachgang längst nicht nur harmonische Stimmen zu vernehmen. Müller übte deutliche Selbstkritik ("Wir waren pomadig", "Ich bin alles andere als zufrieden") und sorgte noch mit einem anderen, spielunabhängigen Satz für ein wenig Aufsehen.

Müller lobt Havertz, kennt aber die Budget-Situation nicht

Als er bei "Sky" zu Kai Havertz befragt wurde, der immer wieder mit einem Wechsel von Leverkusen nach München in Verbindung gebracht wird, lobte Müller ihn als "extrem guten Spieler", als "Toptalent Europas" mit "so, so guten Fähigkeiten". "Aber ich habe leider keinen Einblick in den Finanzbereich von Herrn Dreeßen (Bayern-Finanzvorstand, d.Red.) und den Sportdirektorenbereich. Also weiß ich jetzt nicht, welche Budgets vergeben werden können in den aktuellen Zeiten."

Es ist ein bisschen paradox, wenn man immer über Neuzugänge spricht und gleichzeitig Gehälter eingespart werden.

Thomas Müller

So weit, so normal. Doch Müller schloss mit Worten, die zumindest eine gewisse Sprengkraft beinhalten. "Es ist auch ein bisschen paradox", sagte er, "wenn man immer über Neuzugänge spricht und gleichzeitig Gehälter eingespart werden." Auch die Bayern-Profis hatten in der Corona-Pause einem Gehaltsverzicht zugestimmt.

Flick: "Leider ist beim DFB niemand auf die Idee gekommen, das umzusetzen"

Flick indes wunderte sich, dass das Spiel gegen Frankfurt überhaupt an diesem Mittwochabend stattfand. "Ich diskutiere die Spielansetzung normalerweise wenig, weil man da eh nichts tun kann", sagte er in der "ARD". Aber: "Man hätte ein Pokal-Halbfinale auch nach der Liga spielen können, ähnlich wie die Champions League. So hätte man sich komplett auf die Bundesliga konzentrieren können. Das habe ich intern von Anfang an gesagt, aber leider ist beim DFB niemand auf die Idee gekommen, das umzusetzen."

Dass er mit den Bayern jetzt zwischen den Spielen in Leverkusen (4:2) und gegen Gladbach (Samstag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gefordert war, sei "unglücklich". Auf der Pressekonferenz später wollte er das Thema allerdings bereits wieder abhaken. "Das sind Dinge, die sind jetzt vorbei. Wir akzeptieren es so, wie es kommt."

jpe

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