3. Liga

Duisburg-Coach Schmidt: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"

Nach Duisburgs Packung gegen den Tabellenführer

MSV-Coach Schmidt angefressen: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"

Keine einfache Situation beim MSV: Hagen Schmidt.

Keine einfache Situation beim MSV: Hagen Schmidt. imago images/Beautiful Sports

"Es war gar nicht entscheidend, dass wir einer weniger waren", stellte Schmidt am Mikrofon bei "MagentaSport" fest, kurz nachdem seine Mannschaft innerhalb von 90 Minuten nach allen Regeln der Kunst von Primus Magdeburg filetiert worden war.

Zwar spielten die Zebras nach einem frühen Platzverweis für Keeper Leon Weinkauf (23.) fast 70 Minuten in Unterzahl, doch da lagen die Meidericher bereits zurück und hatten vorher eigentlich noch nicht stattgefunden. Daher merkte auch der Trainer an: "Wir waren vorher zu elft, ich habe da wenig Unterschied gesehen".

Bitteres Debüt für Coppens - Der Druck wächst

Für Weinkauf kam Ersatzkeeper Jo Coppens zwischen die Pfosten, dieser erlebte ein übles Debüt für die Duisburger: Insgesamt musste der Belgier noch viermal hinter sich greifen. Durch die klare Niederlage verpassten es die Zebras, zumindest vorerst über den Strich zu springen und sich etwas Luft zu verschaffen. Stattdessen wächst der Druck auf Spieler, Trainer und Verein.

Schmidt angefressen: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"

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Und das, obwohl die Formkurve eigentlich nach der Winterpause etwas nach oben zeigte. Einem knappen Erfolg über Havelse (1:0) folgte eine bittere 3:4-Niederlage gegen den ambitionierten 1. FC Saarbrücken, auch dort stimmte die Leistung über weite Strecken.

Bereitschaft, Mut - all das, was wir uns vorgenommen hatten, war heute nicht zu sehen.

Hagen Schmidt

Das war gegen Magdeburg zu keinem Zeitpunkt der Fall, was den Trainer ordentlich ärgerte. "Wir waren wie das Kaninchen vor der Schlange, wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Bereitschaft, Mut - all das, was wir uns vorgenommen hatten, war heute nicht zu sehen", wurde der 51-Jährige deutlich.

"Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auf Wiedersehen"

Liegen die Nerven bei den Meiderichern so langsam blank? Aus den zehn Spielen, seit denen Schmidt an der Seitenlinie beim MSV steht, holte dieser nur acht Zähler, am kommenden Wochenende steht die Auswärtspartie beim SV Wehen Wiesbaden an. Der Coach wirkte nach der Magdeburg-Partie jedenfalls ordentlich angefressen: "Es war von vorne bis hinten eine schlechte Leistung, mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auf Wiedersehen", gab Schmidt zu Protokoll und beendete das Interview abrupt.

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