21:03 - 20. Spielminute

Gelbe Karte (Juventus)
R. Kovac
Juventus

21:16 - 33. Spielminute

Gelbe Karte (Bayern)
Schweinsteiger
Bayern

21:29 - 45. Spielminute

Gelbe Karte (Bayern)
Zé Roberto
Bayern

21:46 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Juventus)
Nedved
für del Piero
Juventus

21:58 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Juventus)
Camoranesi
für R. Kovac
Juventus

22:01 - 63. Spielminute

Tor 1:0
Trezeguet
Linksschuss
Vorbereitung Nedved
Juventus

22:06 - 66. Spielminute

Tor 1:1
Deisler
Rechtsschuss
Bayern

22:05 - 66. Spielminute

Gelbe Karte (Juventus)
Camoranesi
Juventus

22:15 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Juventus)
Mutu
für Camoranesi
Juventus

22:25 - 85. Spielminute

Tor 2:1
Trezeguet
Rechtsschuss
Vorbereitung Vieira
Juventus

22:26 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Scholl
für Demichelis
Bayern

22:27 - 87. Spielminute

Gelbe Karte (Juventus)
Vieira
Juventus

22:28 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Guerrero
für Makaay
Bayern

22:29 - 90. Spielminute

Gelb-Rote Karte (Juventus)
Ibrahimovic
Juventus

JUV

FCB

Champions League

Trezeguet bestraft Nachlässigkeiten eiskalt

Vorrunde, 4, Spieltag, Gruppe A: Juventus Turin - FC Bayern München 2:1 (0:0)

Trezeguet bestraft Nachlässigkeiten eiskalt

Bei Juventus Turin gab es im Vergleich zur jüngsten 1:3-Niederlage beim AC Milan in der Serie A folgende personelle Änderungen: Chiellini, Ex-Bayern-Profi Robert Kovac und Del Piero spielten an Stelle von Pessotto, Camoranesi und Nedved. Zudem kehrte Abbiati für Chimenti wieder zwischen die Pfosten zurück. Bayerns Trainer Felix Magath brachte nach dem 2:1-Erfolg in Köln lediglich Pizarro für den Kreuzbandriss-geschädigten Santa Cruz.


Der 4. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels
Juventus Turin

David Trezeguet Sturm

2
Spielnote

4,5
Tore und Karten

1:0 Trezeguet (63', Linksschuss, Nedved)

1:1 Deisler (66', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

2:1 Trezeguet (85', Rechtsschuss, Vieira)

Juventus Turin
Juventus

Abbiati3 - Zambrotta3,5, R. Kovac4 , Thuram3, Cannavaro3,5 - Vieira3,5 , Emerson4, Chiellini4, del Piero5 - Ibrahimovic2,5 , Trezeguet2

Bayern München
Bayern

Kahn3 - Sagnol4, Lucio3, Ismael3, Schweinsteiger3,5 - Demichelis4 , Deisler2,5 , Zé Roberto4 , Ballack4 - Makaay5 , Pizarro5

Schiedsrichter-Team
Lubos Michel

Lubos Michel Slowakei

3
Spielinfo

Stadion

Delle Alpi

Zuschauer

16.076

Wie schon im Hinspiel begannen die Bayern sehr forsch, waren offensiv orientiert und drängten Juve weit zurück. Zur ersten guten Möglichkeit benötigten die Münchner aber Schützenhilfe: Deisler brachte einen Freistoß mit Effet aus dem linken Halbfeld nach innen, Trezeguet verlängerte aufs eigene Tor, Abbiati klärte aber mit den Fingerspitzen zur Ecke. Die Münchner griffen früh an und störten die Italiener effektiv im Spielaufbau. Nach Balleroberung ging's oft schnell nach vorne. Logische Folge war die zweite gute Chance: Makaay kam nach Zuspiel von Schweinsteiger aus 13 Metern frei zum Schuss, zielte aber links an Abbiatis Gehäuse vorbei. Die Flaute des Niederländers hielt also weiter an. Die erste Nachlässigkeit der Bayern-Defensive hätte Juve aber beinahe in Führung gebracht: Zambrotta flankte von der rechten Seite, Lucio lief in der Mitte nicht mit Trezeguet mit, der aus sechs Metern frei zum Schuss kam, aber rechts daneben schoss. Großes Glück für Kahn und den FCB in dieser Szene! Beide Mannschaften zeigten hohen Einsatz, waren hellwach und konzentriert. Mitunter aber auch etwas zu hektisch, so dass immer wieder Fehler im Abspiel unterliefen. Die Juve-Abwehr war stabiler und sattelfester als im Hinspiel. Die Bayern versuchten es häufig mit Flanken, vornehmlich von der rechten Seite. Einen Adressaten fanden diese aber nicht. Keines der Teams fand zu echtem Spielfluss, vieles blieb Stückwerk. Der Rest wurde durch Fouls unterbrochen. Aus dem Spiel heraus fand der Ball weder hüben noch drüben einen viel versprechenden Weg in den Strafraum. Die Abwehrreihen hielten klar das Zepter in der Hand. Juves Trainer Fabio Capello brachte zu Beginn der zweiten Hälfte Pavel Nedved für Del Piero, der nicht die entscheidenden Akzente setzen konnte. Nachdem Turin in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff durch Chiellini und Ibrahimovic zwei gute Schusschancen vergab, verfehlte auf der anderen Seite Zé Roberto den rechten Torwinkel mit einem direkten 20-Meter-Freistoß knapp. Der Anfangselan nach der Pause dauerte aber nur wenige Minuten an und verpuffte dann schnell wieder. Die Münchner waren sehr passiv, griffen nicht mehr so früh an, standen hinten aber sicher. Bis zur 62. Minute, dann bestrafte Juve Bayerns Passivität: Lucio spitzelte zwar Nedved den Ball vom Fuss, aber genau zu Trezeguet, der aus 14 Metern mit links hoch links einschoss. Mit etwas Glück gelang dem FCB aber nur vier Minuten später der Ausgleich: Deisler schoss einen Freistoß aus dem linken Halbfeld mit Effet in den Strafraum, der Ball flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Die Defensive der Magath-Elf machte einen klasse Job, allerdings leistete sich Juve auch zu viele Fehler im Spielaufbau, rückte zudem oft nicht entschieden genug nach, um die Münchner in Gefahr zu bringen. Der FCB hielt den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen, drang zwar in die gegnerische Hälfte ein, ohne aber Zug zum Tor zu zeigen. Den Turinern fehlten die Ideen, um den Münchner Riegel zu knacken. Aber die wenigen Konzentrationsmängel der Bayern nutzte die "Alte Dame" eiskalt: Demichelis griff Vieira nicht an, der lupfte steil in den Strafraum zu Trezeguet, der von Sagnol nicht verfolgt wurde und frei aus acht Metern ins linke Eck einschoss (85.). Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit sah Ibrahimovic nach Foul an Ballack noch Gelb-Rot. Die kurze Zeit in numerischer Überlegenheit nutzte den Bayern aber nichts mehr. Der FC Bayern verpasste die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale. Juve bleibt nach dem 2:1, das das Hinspielergebnis egalisiert, im Rennen um Platz eins der Tabelle. Die Turiner nutzten in Person von Doppeltorschütze Trezeguet diesmal die wenigen Nachlässigkeiten in der FCB-Defensive und sicherten sich so etwas glücklich, aber nicht unverdient die drei Punkte. Die Magath-Elf wollte es mitunter etwas zu clever machen - mit geringst möglichem Aufwand zum maximalen Ertrag kommen - und wurde dafür bestraft.