Basketball

Giannis reißt's für Griechen raus, Serbien knackt die 100

EuroBasket 2022: Italien siegt - Spektakel bei Israel gegen Finnland

Giannis reißt es für die Griechen raus - Serbien knackt die 100

Führte die Griechen zum Sieg: Giannis Antetokounmpo.

Führte die Griechen zum Sieg: Giannis Antetokounmpo. Getty Images

Dass der Auftakt in Gruppe C gegen Kroatien kein Zuckerschlecken werden würde, war den Griechen schon im Vorfeld klar. Auch wenn Kroatien nicht zu den Favoriten gerechnet wird, so ist das Team nicht zu verachten - gerade Alba Berlins Jaleen Smith (23 Punkte) sowie Bojan Bogdanovic von den Utah Jazz (19) bewiesen das auf eindrucksvolle Art und Weise, außerdem hatten die Feurigen in Mailand über das gesamte Spiel hinweg die klar bessere Trefferquote: 61 Prozent aus dem Feld fanden den Weg ins Ziel.

Bei den Griechen sah das ein wenig anders aus, allerdings lieferte Giannis Antetokounmpo einmal mehr ab - und das so richtig: Der zweimalige NBA-MVP glänzte mit 27 Punkten, elf Rebounds und sechs Assists, Unterstützung erhielt er von Spielmacher Tyler Dorsey, der beim knappen 89:85 (46:30) ebenfalls 27 Zähler verbuchte - 20 davon erzielte er vor der Halbzeit. Für Kroatien wäre womöglich mehr drin gewesen, immerhin waren sie 92 Sekunden vor Schluss auf 82:84 rangekommen, doch dann war es Antetokounmpo, der mit fünf Punkten und zwei Blocks sein Team auf Kurs hielt.

Auf Kurs befindet sich auch die Ukraine, die beim 90:61 gegen Gastgeber Großbritannien keine Probleme hatte. Italien hatte am Abend mit Estland weniger Mühe als erwartet. Die Azzurri feierten ein 83:62 - dabei punkteten gleich fünf Spieler zweistellig. Simone Fontecchio sammelte 19 Punkte und traf damit am häufigsten. Bei den Balten kam Kerr Kriisa auf 20 Zähler.

Polen sorgt für Überraschung - Avdija gewinnt Achterbahnfahrt

In Gruppe D sorgte Polen für eine Überraschung, als man in Prag Tschechien mit 99:84 niederrang. Den Grundstein zum Sieg legten die Polen bereits im ersten Viertel, in dem sie wie entfesselt spielten und das sie mit 29:18 gewannen. Von diesem Schock erholten sich die Tschechen nicht. Jan Vesely brachte es zwar auf 17 Zähler, allerdings war auffällig, dass der erst kürzlich genesene Tomas Satoransky noch nicht voll da war - der Point Guard des FC Barcelona kam lediglich auf sechs Assists. Auf polnischer Seite sorgten derweil zwei Mann für mehr als die Hälfte aller Punkte: Mateusz Ponitka kam auf 26 Zähler, A.J. Slaughter auf 23.

Spektakulär verlief indes das Duell zwischen Israel und Finnland. Ein Match, das einer Achterbahnfahrt glich und in dem die jeweiligen Stars Top-Leistungen ablieferten. Größten Respekt verdiente sich Israels Deni Avdija (Washington Wizards), der satte 37 Minuten auf dem Parkett stand und dabei nicht nur Finnlands NBA-Star Lauri Markkanen von den Cleveland Cavaliers verteidigte, sondern auch selbst mit einem Double-Double aus 23 Punkten und 15 Rebounds glänzte. Die Israelis setzten sich nach Verlängerung mit 89:87 durch. Individuell schnitt Markkanen aber mit 33 Punkte und 12 Rebounds etwas besser ab als Avdija, der ob des Sieges damit aber wird sicher leben können. 

Serbien knackt die 100 Punkte

Am Abend brauchte Serbien um Nikola Jokic gegen den krassen Außenseiter Niederlande eine Weile, um auf Tour zu kommen, feierte schlussendlich aber einen ungefährdeten 100:76-Erfolg. Bei den Adlern stachen Jokic (19 Punkte), Vasilije Micic (15 Punkte, zwölf Assists) und Vanja Marinkovic (18 Punkte, davon fünf Dreier) heraus. Topscorer der Partie war jedoch der Niederländer Worthy De Jong mit überragenden 28 Zählern auf der Habenseite.

drm

Johannes Thiemann

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