DFB-Pokal

Entscheidung gefallen: Schweinfurt ist Schalkes Pokalgegner

Schiedsgericht folgt dem Verband - "Irgendwann ist es auch mal gut"

Entscheidung gefallen: Schweinfurt ist Schalkes Pokalgegner

Die Schalker wissen nun endlich, wie ihr Pokalgegner heißt.

Die Schalker wissen nun endlich, wie ihr Pokalgegner heißt. imago images

Dieses Urteil sprach am Dienstagabend das Nürnberger Schiedsgericht und bestätigte damit die Position des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Damit endet auch der aufsehenerregende DFB-Pokal-Streit zwischen Türkgücü München und Schweinfurt, denn die Schiedsgerichtsvereinbarung schließt einen Gang zu ordentlichen Gerichten aus.

"Wir haben uns von Beginn an nach Kräften bemüht, in dieser schwierigen Phase eine gerechte Lösung zu finden. Diese schon im Frühjahr geschaffene Lösung wurde jetzt auch so vom unabhängigen Schiedsgericht bestätigt", sagt der für Rechtsfragen zuständige BFV-Vizepräsident Reinhold Baier in einer ersten Reaktion: "Wir hätten uns diese gerichtliche Auseinandersetzung sehr gerne erspart. Denn am Ende gibt es hier keine Gewinner, Verlierer war der Fußball."

Erleichterung machte sich auch bei den "siegreichen" Schweinfurtern breit. Vorsitzender Markus Wolf sagte am Dienstagabend bei einem Gespräch mit dem kicker aber auch: "Ich war mir immer sicher, dass wir im Recht sind. Ich finde es gut, dass die Gerechtigkeit jetzt gesiegt hat und dieses ständige An-den-Pranger-stellen vorbei ist. Irgendwann ist es auch mal gut."

Neu terminiert wurde das DFB-Pokal-Erstrundenspiel bereits. Am Dienstag, den 3. November, soll es stattfinden. Anstoßzeit ist bereits um 16.30 Uhr. Auch ist die Ansetzung eines neuen Termins für die bereits zweimal verschobene Auslosung der 2. Runde seitens des DFB nun zeitnah zu erwarten.

So kam es zum Streit

Zu der Verzögerung konnte es kommen, weil Türkgücü eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte mit dem Ziel, anstelle von Schweinfurt für den DFB-Pokal vom BFV gemeldet zu werden. Da der Fall in der kurzen Zeit nicht mehr endgültig zu klären war, war die Schalker Pokalpartie gegen die Schnüdel Mitte September kurzfristig abgesagt worden. Der juristische Streit nahm seinen Lauf.

Hintergrund: Der BFV hatte wegen der Corona-Pandemie im März den Spielbetrieb der Regionalliga Bayern unterbrochen und Türkgücü als Aufsteiger in die 3. Liga gemeldet. Schweinfurt wurde als damaliger Tabellenzweiter für den DFB-Pokal gemeldet. Diese Entscheidung sei laut BFV Anfang Mai mit allen Beteiligten besprochen, die Verbandsstatuten dafür extra geändert worden.

cfl/lei

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