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DFB-Präsident: Neuendorf und Peters offiziell vorgeschlagen

Westfälischer Verband sorgt für die Überraschung

DFB-Präsident: Neuendorf und Peters offiziell vorgeschlagen

Stellen sich zur Wahl: Verbandschef Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratsboss Peter Peters.

Stellen sich zur Wahl: Verbandschef Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratsboss Peter Peters.

Wie der kicker aus voneinander unabhängigen Quellen erfuhr, ist die Überraschung seit diesem Sonntag perfekt. Anders als in diversen Verlautbarungen angekündigt, konnten sich die 21 DFB-Landesverbände nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des künftigen DFB-Präsidenten einigen. Zwar wurde wie erwartet der Name des seit langem als Favorit geltenden Bernd Neuendorf, Präsident des Fußballverbands Mittelrhein, bei der fünfköpfigen "Findungskommission" eingereicht. Aber: Der westfälische Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) hat gleichzeitig auch Peter Peters, aktuell DFB-Interimspräsident und Noch-Aufsichtsratschef der DFL, nominiert. Und daneben ausdrücklich auch Neuendorf. Zwei konkurrierende Vorschläge also aus ein und demselben Verband - was für die einen absurd erscheint, mögen andere als Errungenschaft im Sinne eines demokratischen Auswahlverfahrens bewerten.

Kampfkandidatur mit zwei verschiedenen Teams ist programmiert

Wie auch immer: Die viel beschworene Einigkeit des Amateurlagers, das offiziell bis diesen Montag, 15. November, einen gemeinsamen Kandidaten benennen wollte, ist dahin. Nach Lage der Dinge ist beim Bundestag am 11. März 2022 nun eine Kampfkandidatur zwischen Neuendorf und Peters programmiert sowie folgerichtig eine geheime Wahl. Bis dahin dürften beide dann auch ein jeweils eigenes Team auf die Beine gestellt haben, das faktisch mit zur Abstimmung steht. Schließlich sind auch die Posten des ersten Vizepräsidenten, des Schatzmeisters und des Generalsekretärs neu zu besetzen.

Peters dürfte Unterstützung von der DFL bekommen

Vorgezeichnet scheint nun, dass Peters auf dem Bundestag die Unterstützung der DFL erhalten dürfte. So jedenfalls sind die bisher geäußerten Prognosen aus dem Profibereich zu deuten für den Fall, dass Peters tatsächlich von einem Landesverband vorgeschlagen würde. Dies wurde von vielen freilich nicht für möglich gehalten - ist nun aber eingetreten. Peters selbst hat bisher stets erklärt: Er werde kandidieren, wenn er von einem Landesverband vorgeschlagen würde und die Unterstützung des Profilagers erhalte. Zumindest die erste Voraussetzung ist nun schwarz auf weiß erfüllt.

Benni Hofmann, Thiemo Müller

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