Weltmeisterschaft

Michaelis entscheidet: DEB-Team hat Viertelfinale vor Augen

Deutschland mit drittem Sieg im vierten Spiel

Michaelis trifft, Grubauer mit Shutout: DEB-Team hat Viertelfinale vor Augen

Abgefälscht: Marc Michaelis erzielt das 1:0 für Deutschland.

Abgefälscht: Marc Michaelis erzielt das 1:0 für Deutschland. IMAGO/ActionPictures

Die eigentlich für 15.20 Uhr angesetzte Partie begann wegen eines Feueralarms in der Halle von Helsinki nach über eineinhalbstündiger Verspätung erst um 17 Uhr.

In die Partie ging Toni Söderholm dann mit zwei Änderungen im Vergleich zum 2:1 gegen Frankreich am Montag: Im Tor bekam Philipp Grubauer wieder den Vorzug vor Mathias Niederberger. Der am Knie angeschlagene Tim Stützle wurde durch Alexander Karachun ersetzt.

Neue Reihen-Kombinationen

Dies hatte auch eine Umstellung der Sturmreihen zur Folge. So rückte der nachgemeldete Karachun in eine Reihe mit Daniel Schmölz und Stefan Loibl, während Daniel Fischbuch an der Seite von Marcel Noebels und Leo Pföderl agierte. Marc Michaelis ersetzte Stützle zwischen Yasin Ehliz und Matthias Plachta.

Die - wie Nummer-drei-Keeper Dustin Strahlmeier - ebenfalls nachgemeldeten Leon Gawanke und Lukas Reichel standen nach ihrer Ankunft aus Nordamerika noch nicht im Aufgebot.

Seider trifft die Querlatte

Die DEB-Auswahl hatte im ersten Drittel leichte Vorteile in Sachen Scheibenbesitz und Zeit in der offensiven Zone. Die Dänen agierten recht defensiv und passiv, lauerten aber auf gelegentliche Konter. Über weite Strecken des ersten Abschnitts blieben klare Chancen indes nahezu aus, die beste hatte der freigespielte Moritz Seider in der 18. Minute mit einem Schuss an die Oberkante der Querlatte.

Im Mitteldrittel wurde die Partie deutlich munterer. Maximilian Kastner traf bei angezeigter Strafe gegen die Dänen nur den Außenpfosten (24.), Pföderl und Noebels verpassten das 1:0 im anschließenden Powerplay knapp (25.). Auf der Gegenseite scheiterte der durchgebrochene dänische NHL-Star Nikolaj Ehlers an Grubauer (26.).

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Michaelis bricht den Bann

Im zweiten Powerplay des DEB-Teams war es dann aber soweit: Nach einer Passstafette über Kai Wissmann, Fischbuch und Noebels fälschte Michaelis vor dem dänischen Tor unhaltbar für den ehemaligen DEL-Keeper Sebastian Dahm zum 1:0 ab (33.). Ein Treffer, der dem deutschen Team zusätzlichen Schwung verlieh.

Im Schlussabschnitt allerdings erhöhten die Dänen das Risiko, was allerdings dem deutschen Team immer wieder Räume öffnete. Alexander Ehl, Samuel Soramies und Pföderl vergaben binnen 60 Sekunden (46.), ein nach dem Verschieben des Tores erzielter Treffer von Ehliz erhielt keine Anerkennung (51.). Wie schon gegen gegen die Slowakei und Frankreich gelang es den Deutschen indes, den knappen Vorsprung recht souverän über die Zeit zu bringen.

"Jungs haben es einfach für mich gemacht"

Für Grubauer war es zugleich der erste Shutout bei einem WM-Turnier. "Wir haben kompakt gestanden. Jeder ist beteiligt, nicht nur der Torwart. Die Jungs haben es einfach für mich gemacht", meinte der NHL-Keeper nach der Partie.

Bereits am Freitag trifft die DEB-Auswahl schon um 15.20 Uhr auf Außenseiter Italien - dann wohl erstmals mit Reichel und Gawanke.

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Statistik zum Spiel:

Deutschland - Dänemark 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Deutschland: Grubauer - Moritz Müller, Seider; Jonas Müller, Holzer; Wagner, Wissmann; Bittner - Ehliz, Michaelis, Plachta; Fischbuch, Noebels, Pföderl; Schmölz, Loibl, Karachun; Soramies, Kastner, Ehl.

Dänemark: Dahm - Lauridsen, Lassen; Jesper Jensen, Kristensen; Larsen, Nicholas Jensen; Morten Jensen - Nikolaj Ehlers, Nielsen, Blichfeld; Scheel, Regin, Storm; Bjorkstrand, Bau, Meyer; Asperup, Jakobsen, Poulsen; Aagaard.

Tore: 1:0 (32:41) Michaelis (Noebels, Fischbuch) PP.

Schiedsrichter: Heikkinnen (Finnland), Stano (Slowakei).

Strafminuten: Deutschland 4 - Dänemark 6.

Zuschauer: 2.570.

jom