DFB-Pokal

BVB vor "herausfordernden Wochen" - Entwarnung bei Kobel

Angespannter Personalstand in Dortmund

BVB vor "herausfordernden Wochen" - Entwarnung bei Kobel

Hat eine Oberschenkelprellung: Gregor Kobel.

Hat eine Oberschenkelprellung: Gregor Kobel. Borussia Dortmund via Getty Images

Sein "Date mit dem Pfosten" sei gut glimpflich ausgegangen, bestätigte Gregor Kobel am Sonntag: "Uns geht es beiden gut, es ist nicht so schlimm. Sollte nicht zu lange dauern, bis ich mich erholt habe." Auch Lizenzspielleiter Sebastian Kehl war am Sonntag im Gespräch mit dem kicker optimistisch gestimmt, dass der Schweizer weitestgehend mit dem Schrecken davongekommen sei: "Er hat eine Oberschenkelprellung." Ob Kobel im Pokal gegen Ingolstadt auflaufen kann, sei aber noch offen: "Wir müssen sehen, ob es für Dienstag reicht. Aber Marwin Hitz war am Samstag direkt zur Stelle, mit ihm und Roman Bürki haben wir verlässliche Vertreter."

Hoffnung gibt es im Fall von drei Ausfällen des Wochenendes: "Bei Mo Dahoud, Thomas Meunier und Youssoufa Moukoko müssen wir den Montag abwarten, sie behandeln und an den Kader heranführen", sagt Kehl vor dem Duell mit dem Zweitliga-Schlusslicht am Dienstag (20 Uhr, LIVE! bei kicker). Dass der BVB-Topstürmer nicht zur Verfügung steht, ist dagegen klar: "Im Fall von Erling Haaland wird es mehrere Wochen dauern, bis er wieder spielen kann. Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich zurück ist. Aber er kam aus einer Verletzung und ist jetzt erneut verletzt. Wir müssen behutsam vorgehen."

Vier Spiele in zwölf Tagen

Sebastian Kehl

Sucht keine Ausreden: Sebastian Kehl. imago images/Nordphoto

Das Thema Behutsamkeit wird die Verantwortlichen um Trainer Marco Rose in den kommenden beiden Wochen begleiten, vier Spiele in zwölf Tagen beim angespannten Personalstand sind zu bewältigen. "Die kommenden Wochen werden herausfordernd, das fängt am Dienstag mit dem Spiel gegen Ingolstadt an, da müssen wir eine Runde weiterkommen", fordert Kehl: "Die personelle Situation wird sich nur Stück für Stück verändern, das ist uns allen bewusst. Die Situation ist nicht ganz einfach, aber sie wird auch für Dienstag und unser Heimspiel gegen Köln keine Ausrede sein. Wir nehmen die Situation an!"

Wir wussten, dass wir nach der Niederlage in der Champions League unter Beobachtung stehen würden.

Sebastian Kehl

Der seriöse und weitestgehend souveräne Auftritt in Bielefeld war bereits die richtige Antwort auf das ernüchternde 0:4 von Amsterdam unter der Woche. "Der Sieg hat uns richtig gutgetan", sagt Kehl: "Wir wussten, dass wir nach der Niederlage in der Champions League unter Beobachtung stehen würden. Eine positive Reaktion war genauso Pflicht wie ein Sieg. Das habe die Mannschaft "in Bielefeld gut gemacht", zumal "obwohl es vor dem Spiel abermals einige deutliche personelle Einschläge gab", findet der 41-Jährige: "Wir haben in einer nicht ganz unkomplizierten Situation unsere Aufgabe erledigt und sind weiter vorne dabei."

Bellingham: Haben Ehre und Respekt zurückgewonnen

Jude Bellinghams erste Frage im Gespräch mit den Journalisten nach dem Spiel drehte sich ebenfalls um die Kräfteverhältnisse ganz oben. Wie denn Bayern gespielt habe, wollte der 18-Jährige wissen. Ob er denn die Hoffnung habe, den Rekordmeister diese Saison bis zum Ende gefährlich werden zu können? "Natürlich. Ich wäre ein Idiot, wenn ich nicht versuchen würde, alles zu gewinnen. Sie haben heute wieder gewonnen, wir müssen da versuchen es ihnen gleich zu machen und uns dabei auf uns fokussieren."

Das gelang dem BVB angesichts der schweren Woche am Samstag gut, befand der Youngster: "Nach so einer Niederlage kann es in zwei Richtungen gehen: Du kannst aufgeben und ein paar Spiele verlieren oder du kannst kämpfen und etwas von der Ehre und Respekt zurückgewinnen. Das haben wir getan." Der Sieg sei "sehr wichtig" gewesen: "Es kommen viele Spiele am Stück, da willst du ein Momentum haben. Jetzt müssen wir weitermachen, das heute bedeutet nichts, wenn wir die kommenden beiden Spiele verlieren."

Auf der Alm trug der Youngster wieder einmal seinen Anteil dazu bei, dass die Richtung wieder stimmt, war an der Entstehung des Elfmeters beteiligt und sorgte wedelnd wie ein Skifahrer mit einem Solo im gegnerischen Strafraum und einem Heber über Stefan Ortega Moreno für die Vorentscheidung. Ob er schonmal so ein spektakuläres Tor nach einer Einzelleistung geschossen habe? Bellingham lachend: "Nicht mehr, seit ich 11 Jahre alt war."

Patrick Kleinmann

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