3. Liga

1. FC Kaiserslautern: Torwarttrainer Gerry Ehrmann klagt gegen Kündigung

Verhandlung beginnt frühestens im Mai

FCK: Torwarttrainer Ehrmann klagt gegen Kündigung

Gerry Ehrmann

Klagt gegen seine Kündigung beim FCK: Gerry Ehrmann. imago images

Wegen "massiven, substantiellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam" hatte der FCK seinen langjährigen Spieler und Torwarttrainer am 24. Februar zunächst freigestellt. Trotz intensiver Bemühungen des Klubs, verbunden mit "einem attraktiven finanziellen Angebot und einer gemeinsamen Erklärung zur Vermeidung einer öffentlichen Aufarbeitung zum Schutze der Person Ehrmanns", konnte in der Folge keine Einigung erzielt werden. Der Verein sah sich deshalb gezwungen, am 6. März die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses auszusprechen.

Am vergangenen Freitag reichte das frühere Vereinsidol nun die Klage gegen seine Entlassung ein, wie das Arbeitsgericht Kaiserslautern auf Nachfrage des kicker bestätigte. Diesen Schritt hatte Ehrmann bereits angekündigt. Ein Termin für die Verhandlung konnte aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht anberaumt werden. Nach jetzigem Stand dürfte die Verhandlung frühestens im Mai beginnen.

Wegbereiter für Weidenfeller, Wiese und Trapp

Ehrmann absolvierte zwischen 1984 und 1998 über 300 Spiele für den FCK und war seit 1996 als Torwarttrainer aktiv. In dieser Zeit verhalf er unter anderem den späteren Nationaltorhütern Roman Weidenfeller, Tim Wiese und Kevin Trapp zu einer Karriere in der Bundesliga. Seinen Posten beim Fritz-Walter-Klub hat bis auf weiteres Sven Höh übernommen. Der 35-Jährige, Inhaber der Torwarttrainer-Elite-Lizenz, ist bereits seit 2013 als Torwartkoordinator des Nachwuchsleistungszentrums angestellt.

Moritz Kreilinger