3. Liga

Boris Schommers: "Da müssen wir auf dem Mount Everest gewesen sein"

Kaiserslauterns Coach benennt die Stellhebel im Training

Schommers: "Da müssen wir auf dem Mount Everest gewesen sein"

Boris Schommers

Will gegen Zwickau den ersten Sieg des Kalenderjahres einfahren: FCK-Coach Boris Schommers. imago images

"Wir sind grundsätzlich nicht zufrieden mit der Ausbeute", betonte Schommers auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Zwickau am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker). "Aber man muss es sachlich betrachten. Wir wollen unbedingt da rauskommen, lassen uns aber nicht verrückt machen."

Zum ersten Mal seit Schommers' Amtsantritt im September haben die Pfälzer aus fünf aufeinanderfolgenden Ligaspielen keinen Sieg geholt. Von einem Tiefpunkt will der FCK-Coach aber nicht sprechen. "Wenn das eine Talsohle sein soll, wo waren wir dann im Dezember nach fünf Siegen in Folge?", fragte Schommers die anwesenden Journalisten - und lieferte seine Antwort gleich mit: "Da müssen wir dann auf dem Mount Everest gewesen sein."

Dennoch machte der Coach klar: "Mir ist die Situation bewusst." Deshalb habe er mit seinem Team an bestimmten Punkten angesetzt, die sich durch die Auftritte der letzten Wochen hervorgetan hatten. So beispielsweise in Sachen Offensive. In den vier Ligaspielen nach der Winterpause hat Kaiserslautern nur zwei Tore geschossen. "Wir waren in der Boxbesetzung nicht gut, wenn wir über außen durchgekommen sind", analysierte der gebürtige Leverkusener. "Das war ein Schwerpunkt, an dem wir unter der Woche gearbeitet haben." Außerdem, so Schommers, seien Standardsituationen "ein Thema, das uns beschäftigt hat."

Hercher auch für Zwickau fraglich

Ein weiterer Punkt, den die Mannschaft laut Schommers unter der Woche aufgearbeitet hatte: die Schläfrigkeit in der Anfangsphase. "Wenn du das Spiel nicht mit der hundertprozentigen Einstellung angehst, so wie in Braunschweig, dann reicht das einfach nicht." Bei den Niedersachsen lag Kaiserslautern am vergangenen Wochenende früh mit 0:1 zurück, verlor schließlich mit 0:2. Dabei handele es sich nicht um ein allgemeines Konzentrationsproblem, sondern darum, dass "gewisse Teilgruppen es nicht verstanden haben, ab der 1. Minute zu funktionieren." Dies sei aber unter seiner Regie ein Einzelfall gewesen.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Rückkehr von Philipp Hercher. Der Linksverteidiger hatte bereits in Braunschweig gefehlt, auch in dieser Woche machten ihm noch muskuläre Probleme zu schaffen. "Wir werden keine Risiken eingehen", betonte Schommers. Sollte es für Hercher nicht reichen, dürfte wohl Alexander Nandzik wieder die Position links in der Viererkette übernehmen.

mib