Nationalelf

Joachim Löw schließt DFB-Comeback von Thomas Müller fast aus

Bundestrainer über den Weltmeister von 2014

Löw schließt Müller-Rückkehr ins DFB-Team fast aus

Thomas Müller und Joachim Löw

Werden wohl nicht mehr zusammenarbeiten: Thomas Müller und Joachim Löw. imago images

Es schien so, als würde Joachim Löw die Frage geschickt umgehen. Der Bundestrainer erzählte vom eingeschlagenen Verjüngungskurs der Nationalmannschaft und machte einen weiten Bogen um die Frage, ob Thomas Müller nach seiner letztjährigen Ausbootung noch einmal ins DFB-Team zurückkehren könnte.

Stattdessen zählte Löw lieber die jungen Profis auf, die es bis dato gut machen würden und nannte zum Beispiel Marco Reus - der vier Monate älter ist als Müller. Auf Nachfrage wurde Löw dann allerdings doch noch deutlich. Die Wahrscheinlichkeit auf ein Comeback von Müller in der Nationalmannschaft sei "relativ gering".

Klar, irgendwas könne immer passieren - "Dinge, mit denen man gerade nicht rechnet". Einer wie Leroy Sané zum Beispiel muss nach seinem Kreuzbandriss ja auch erst mal wieder zu alter Form finden. "Diese Spieler", sagte Löw bei "Sky" über eben Sané, Serge Gnabry, Julian Brandt und Reus, "haben jetzt ihre Chance verdient, das darf man nicht einfach so über den Haufen werfen. Ich möchte den Weg mit jungen Spielern weitergehen."

Müller, mit zwölf Assists der beste Vorbereiter der Bundesliga, gehört offenbar nicht mehr zu diesem Weg. "Das verwundert mich nicht", kommentierte der Weltmeister von 2014 nach dem Topspiel gegen Leipzig (0:0) bei "Sky". "Der Trainer hat bewusst eine Entscheidung getroffen. Diese Europameisterschaft interessiert mich überhaupt nicht."

mkr