3. Liga

Nach nur elf Partien: Jena entlässt Coach Schmitt

Kuriose Tennisball-Geschichte

Nach nur elf Partien: Jena entlässt Coach Schmitt

Rico Schmitt

Nach nur elf Ligaspielen in Jena entlassen: Rico Schmitt imago images

Nach nur elf Ligaspielen (3/3/5) ist das Kapitel "Rico Schmitt" in Jena bereits wieder beendet. Die Freistellung des 51-Jährigen wurde von Geschäftsführung, Gesellschafter und Gremien einstimmig beschlossen. Carl Zeiss hatte sich einen Fehlstart ins neue Jahr geleistet. Einem 1:2 gegen den direkten Konkurrenten Preußen Münster folgte ein 1:1 in Braunschweig. Das rettende Ufer (Platz 16, Viktoria Köln) liegt mit zwölf Punkten Abstand bereits in weiter Ferne.

Kuriose Tennisball-Geschichte

Die anhaltenden sportlichen Rückschläge bewogen die Verantwortlichen nun dazu, einen Schlussstrich zu ziehen. Zudem schien das Verhältnis zur Mannschaft zunehmend schlechter geworden zu sein: Vor dem Braunschweig-Spiel soll Schmitt Marius Grösch in der Kabine angeschrien haben. Der Verteidiger und Daniel Stanese spielten mit einem Tennisball, der schlussendlich Stanese im Auge traf und ihn außer Gefecht setzte. Das brachte Schmitt derart in Rage, dass er die Fassung verlor.

Schmitt, der noch am Mittwochmittag beim 3:1-Testspielerfolg gegen Meuselwitz an der Seitenlinie stand, hatte den Trainerjob in Jena erst im Oktober 2019 von Lukas Kwasniok übernommen. Mit zwölf Punkten aus elf Spielen verpasste er aber die Trendwende beim Ostklub.

Klingbeil bleibt "für zwei bis drei Ligaspiele"

Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, übernimmt der bisherige Co-Trainer Klingbeil beim Drittligisten. Laut Klubangaben soll der 38-Jährige die Rolle "für die nächsten zwei bis drei Ligaspiele" übernehmen. Ziel sei es nun, die Trainerposition so zu besetzen, "dass der Club frühzeitig über das Saisonende hinaus sportlich planen kann".

Neuer Trainer soll Jena in die Zukunft führen

Für diese "herausfordernde Aufgabe" sucht das Schlusslicht nach einem Trainer, "der zum einen gemeinsam mit der Mannschaft alles versucht, den Klassenerhalt zu schaffen, und auf der anderen Seite im Falle eines Abstiegs in die Regionalliga den dortigen Neuaufbau anpackt". Die Entscheidung soll mit "der erforderlichen Gründlichkeit getroffen werden, die es für die Besetzung dieser Schlüsselposition auch braucht".

tow/ms