Int. Fußball

Trickste die UEFA Cristiano Ronaldo ins Team des Jahres 2019?

Verband soll bei Fan-Auswahl nachgeholfen haben

Trickste die UEFA Ronaldo ins Team des Jahres?

Cristiano Ronaldo

Wollte ihn die UEFA unbedingt auch 2019 im "Team des Jahres" haben? Cristiano Ronaldo. imago images

Um die Klasse dieser Mannschaft müsste niemand fürchten, um ihre Balance auf dem Platz sehr wohl: Das traditionelle "Team des Jahres", das die UEFA am Mittwoch auf Basis von über zwei Millionen Fan-Stimmen bekanntgab, ist 2019 in einem 4-2-4 formiert, und vorne stürmen Lionel Messi (FC Barcelona), Cristiano Ronaldo (Juventus Turin), Robert Lewandowski (FC Bayern) und Sadio Mané (FC Liverpool) nebeneinander.

Offenbar wurde Ronaldo bei den Stürmern nur Vierter

Womöglich handelt es sich dabei um einen Trick: Wie die englische "Daily Mail" berichtet, griff die UEFA zu diesem merkwürdigen System, um Ronaldo irgendwie noch in der Fan-Auswahl unterzubringen - weil der Portugiese unter den Stürmern hinter Messi, Mané und Lewandowski lediglich auf Platz vier gelandet sei.

Angeblich verschob die UEFA die Veröffentlichung der Elf für den nachträglichen Eingriff sogar. "Das ist effektiver Wahlbetrug", wird eine anonyme Quelle in dem Bericht zitiert. Als klar geworden sei, dass Ronaldo den Sprung nicht geschafft hat, hätten beim Verband die Alarmglocken geschrillt. "Und daraufhin wurde das System geändert." Offenbar rutschte so Mittelfeldspieler N'golo Kanté (Chelsea) noch aus dem Team, in dem Champions-League-Sieger Liverpool mit fünf Spielern am stärksten vertreten ist.

Die UEFA erklärt die Formation mit der Nations League

Die UEFA erklärt die ungewöhnliche Formation damit, dass "sie die Fanstimmen parallel zu den Erfolgen der Spieler in den UEFA-Wettbewerben widerspiegelt", wie ein Sprecher der "Daily Mail" mitteilte. "Deshalb sind vier Champions-League-Sieger und vier Nations-League-Finalisten (inklusive einem Gewinner) vertreten. Das System ändert sich regelmäßig, dieses Jahr ist keine Ausnahme." Vier Stürmer hatte es allerdings noch nie gegeben und konnten zuletzt auch gar nicht ausgewählt werden.

Der einzige vertretene Nations-League-Gewinner ist Ronaldo, der jetzt zum 14. Mal zur Fan-Auswahl gehört. Dabei, so heißt es in dem Bericht, hatte eigentlich Landsmann Bernardo Silva (Manchester City) insgesamt die zwölftmeisten Stimmen erhalten.

jpe