Drittligist zieht Konsequenzen nach sportlicher Talfahrt

Preußen Münster trennt sich von Coach Hübscher

Sven Hübscher

Aus in Münster: Sven Hübscher. imago images

"Es war eine sehr schwere Entscheidung, das Trainerteam von seinen Aufgaben zu entbinden. Beide stellten sich mit aller Kraft in den Dienst des SC Preußen Münster und den mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern eingeschlagenen Weg. Dennoch mussten wir nun auf die seit vielen Wochen anhaltende Negativserie reagieren und der Mannschaft die Chance zum Neustart geben", so der 37-jährige Geschäftsführer Malte Metzelder in der offiziellen Verlautbarung der Preußen am Sonntagnachmittag.

Nur zwei von 17 Ligaspielen hat Münster in dieser Saison gewonnen. Nach dem 1:3 gegen Waldhof Mannheim belegen die Westfalen aktuell den 19. und damit vorletzten Platz in der 3. Liga. Das rettende Ufer ist sieben Punkte entfernt.

Bereits eine Woche zuvor, nach dem 2:4 in Zwickau, hatten sich die Entscheidungsträger der wirtschaftlich angeschlagenen Preußen zur Analyse der prekären Situation getroffen - mit dem Ergebnis, dass Hübscher vorerst bleiben durfte.

Nach der Niederlage im "Endspiel" gegen Waldhof Mannheim zogen die Preußen dann doch einen Schlussstrich und trennten sich von Hübscher.

Hübscher war im Sommer als Nachfolger von Marco Antwerpen von Werder Bremen II nach Münster gekommen. Der 40-Jährige hatte zuvor jahrelang im Nachwuchsbereich des FC Schalke 04 gearbeitet. Auch Co-Trainer Tobias Hellwig wurde freigestellt. Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers wird Fußballlehrer Arne Barez, der derzeit das U-19-Bundesligateam betreut, das Training der ersten Mannschaft leiten.

aho

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