Schwede lässt Verbleib bei L.A. Galaxy offen

Ibrahimovic: "Wenn ich gehe, wird sich keiner an die MLS erinnern"

Zlatan Ibrahimovic

Wieder kein Titel: Zlatan Ibrahimovic und Galaxy sind in den Play-offs gescheitert. Getty Images

Er hatte es wieder und wieder angekündigt und bis Donnerstagabend auch Recht behalten. Zlatan Ibrahimovic war tatsächlich der König von Los Angeles, auch wenn er noch ohne Titel dastand und vorerst dastehen wird. Selbst im siebten Duell mit dem neuen Stadtrivalen LAFC traf der Schwede, es war sein neuntes Tor in allen Begegnungen.

Dass er nun eher nicht mehr der König von L.A. ist, auch wenn er das natürlich nie zugeben würde, liegt an seinem Pendant auf LAFC-Seite. Carlos Vela traf doppelt für das beste Team der MLS-Geschichte, zog dadurch mit "Ibra" gleich und legte den Grundstein für den wilden 5:3-Sieg, der Ibrahimovics Saison beendete. "Das war die ganze Saison schon so", monierte der Angreifer nach dem Spiel. "Wir schießen zwei Tore und kassieren vier, wir schießen eins und kassieren zwei. Es ist schwierig, so zu spielen."

Zwar habe er, genau wie seine Mannschaft, "alles gegeben", aber der Schiedsrichter zum Beispiel nicht. Vor dem 2:0 von Vela hatte Vorlagengeber Brian Rodriguez wohl im Abseits gestanden, Schiedsrichter Kevin Scott verzichtete allerdings darauf, sich die Szene nochmal anzuschauen und vertraute stattdessen dem Signal des VAR.

Der fünfte Schiedsrichter ist dafür da, das Spiel zu kontrollieren. Aber wenn er Kaffee mit Magic Johnson trinkt, ist es schwierig.

Zlatan Ibrahimovic

Als ein Reporter Ibrahimovic auf den Video-Schiedsrichter ansprach, der normalerweise oben im Stadion sitzt, entgegnete er prompt: "Was hat er da oben gemacht? Kaffee getrunken mit Magic Johnson (Teilhaber am LAFC und Lakers-Legende, d. Red.)? Der fünfte Schiedsrichter ist dafür da, das Spiel zu kontrollieren. Aber wenn er Kaffee mit Magic Johnson trinkt, ist es schwierig, das Spiel zu spielen. Er ist ja nicht mal rausgegangen, um die Situation zu überprüfen. Er sagte, er brauche ein Signal von den VAR-Leuten. Ich will kein Loser sein und mich über den Schiedsrichter beschweren, das ist nicht mein Niveau."

Und sowieso, da nahm "Ibra" dann gewohnt Fahrt auf, sei die MLS ja auch gar nicht sein Niveau. "Ich will nicht respektlos sein, aber das hier ist wie Training für mich. Das Stadion ist zu klein für mich. Ich bin es gewohnt, vor 80.000 zu spielen (Ins Banc of California Stadium passen 22.000 Zuschauer, d. Red.). Das hier ist wie ein Spaziergang im Park."

Und hat er auch in der nächsten Saison noch Lust auf den Spaziergang? "Was nächstes Jahr passiert, weiß ich nicht. Wenn ich bleibe, ist es gut für die MLS, weil dann die ganze Welt zuschaut. Wenn ich nicht bleibe, wird sich keiner daran erinnern, was die MLS ist."

mkr

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