1860 zieht gegen Unterhaching ins Pokal-Halbfinale ein

Schromms "Dauer-Probleme", Bierofkas Lob für Hiller

Claus Schromm und Daniel Bierofka

Shakehands vor dem Anpfiff: Hachings Trainer Claus Schromm und Löwen-Trainer Daniel Bierofka. imago images

"Glückwunsch an die Löwen", äußerte sich im Nachgang ein bitter enttäuschter Schromm. "Wir haben leider unsere Dauer-Probleme mit dem Elfmeterschießen", so Hachings Trainer. "So war es auch heute wieder. Das ist dann schon bitter, auch wenn alle Elfer nicht wirklich gut geschossen waren", so der 50-jährige, der im Vorfeld noch gewitzelt hatte, dass ein Ausscheiden aufgrund der verpassten Einnahmen wohl "zwei, drei Tage" Probleme mit Präsident Manni Schwabl mit sich bringen würde.

Ich kann mich an kein Elfmeterschießen erinnern, das wir mal gewonnen haben.

Claus Schromm

Dass dann natürlich die Entscheidung vom Punkt fallen musste, hatte Schromm ohnehin nicht geschmeckt. Einerseits hatte Stephan Hain in der 74. Minute durch einen Lattenkopfball die große Chance auf den Siegtreffer, andererseits, so erklärte er dem Bayrischen Fußball-Verband im Anschluss, könnte er sich "an kein Elfmeterschießen erinnern, das wir mal gewonnen haben. Leider war es auch heute so."

Des einen Leid ist jedoch oftmals des anderen Freud'. So auch an diesem Abend. Dem Großteil der 11.100 Zuschauer im Grünwalder Stadion dürfte nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen sein, vielmehr war der Held des Abends ganz schnell ausgemacht: Marco Hiller.

Das wusste auch Löwen-Coach Bierofka. Zwar sei "Elfmeterschießen immer auch eine Glückssache", wenn man aber einen glänzend aufgelegten Schlussmann in seinen Reihen weiß, kann das aber schon sehr hilfreich sein. "Es freut mich sehr für Marco, dass er heute drei Dinger gehalten hat", wusste er, bei wem er sich zu bedanken hatte. Dass trotz der Elfmeter-Lotterie sein Team weitergekommen sei, "war unter dem Strich verdient. Denn wir hatten die besseren Möglichkeiten."

kög