FCB-Vorstandschef schaltet sich in Diskussion ein

Wegen Neuer: Rummenigge greift DFB an und fordert mehr Dankbarkeit

Karl-Heinz Rummenigge

Reagierte auf die öffentliche Diskussion um Manuel Neuer: Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. imago images

Es sei an der Zeit, Neuer in der Öffentlichkeit den Rücken zu stärken, so Rummenigge bei "Sky". "Was mir nicht gefällt in der Geschichte, ist das Verhalten des DFB. Da wird nie so richtig Klartext gesprochen. In der Öffentlichkeit lässt man das wabern, und es wird zum Teil auf dem Rücken von Manuel ausgetragen. Das finde ich nicht fair", sagte der Vorstandschef des FC Bayern. Speziell mit Blick auf Bundestrainer Joachim Löw forderte der 63-Jährige "ein Stück Dankbarkeit einem Mann gegenüber, der 90-mal für Deutschland gespielt und alles gewonnen hat".

Damit reagierte Rummenigge auf die öffentlich entbrannte Debatte um die Torhüter-Frage in der Nationalelf. Diese hatte sich an Äußerungen von Neuers Konkurrent Marc-André ter Stegen entzündet, der in der jüngsten Länderspielpause nicht zum Einsatz gekommen war und deshalb einem schweren persönlichen Schlag gesprochen hatte.

Wir fühlen diese Dankbarkeit und ich wünsche mir, dass Deutschland oder die Nationalmannschaft das auch ein bisschen mit einbringen würden.

Karl-Heinz Rummenigge

Rummenigge erklärte außerdem, von einem möglichen Nationalelf-Rücktritt Neuers nach der EM 2020 nichts zu wissen, betonte aber: "Wenn das stimmen sollte, wird es das Resultat solcher Geschichten sein." Der FC Bayern jedenfalls plane fest mit Neuer. "Wir haben einen darüber hinaus gehenden Vertrag und ich denke, dass wir diesen Vertrag in nicht allzu ferner Zukunft verlängern werden. Wir sind dankbar, dass er für Bayern München spielt und wir wissen, welche Qualitäten er hat", sagte Rummenigge. "Wir fühlen diese Dankbarkeit und ich wünsche mir, dass Deutschland oder die Nationalmannschaft das auch ein bisschen mit einbringen würden."

pau