Landespokal: Löwen gewinnen im Elfmeterschießen gegen Dachau

Bierofka: "Mund abputzen und weitermachen"

Marco Hiller und Sebastian Brey

Trostspender und Unglücksrabe: Marco Hiller und Sebastian Brey (#13). imago images

"Man muss einfach mal ein Tor erzielen, das hat uns gefehlt", wird Bierofka auf der vereinseigenen Website zitiert. Der Trainer des Drittligisten hatte gegen den zwei Klassen tieferen Gegner aus dem Nordwesten Münchens einen druckvollen Auftritt seiner Mannschaft gesehen - zumindest in Durchgang eins: "In der ersten Hälfte haben wir sehr gute Torchancen gehabt, diese aber nicht genutzt", monierte der 40-Jährige die Abschlussschwäche seiner Schützlinge.

Aufregung herrschte kurz vor der Halbzeit, als Keeper Marco Hiller und Verteidiger Herbert Paul im eigenen Strafraum zusammenprallten und Zweitgenannter mit einer noch nicht näher diagnostizierten Knieverletzung in der Pause in der Kabine blieb. In Durchgang zwei blieben Höhepunkte Mangelware, die Partie verflachte. "Uns hat das Erzwingen gefehlt", so Bierofka, "die Präsenz im Strafraum, die Entschlossenheit im Abschluss".

Die Folge: Nach 90 torlosen Minuten musste das Elfmeterschießen eine Entscheidung herbeiführen. Die ersten elf Schützen waren allesamt erfolgreich, zum tragischen Helden avancierte Schütze Nummer zwölf, Dachaus Sebastian Brey, der seinen Versuch über das Gehäuse schoss. Somit zogen die Löwen in das Pokal-Viertelfinale ein - wie, das war Bierofka herzlich egal: "Es geht darum, jetzt den Mund abzuputzen und mit der Vorbereitung auf Carl Zeiss Jena weiterzumachen."

TSV 1865 Dachau - TSV 1860 München 5:6 i.E.

Aufstellung München: Hiller - Paul (46. Willsch), Weber, Wein, Klassen - Böhnlein - Lex, Seferings (78. Mölders), Bekiroglu (62. Gebhart), Niemann - Ziereis
Zuschauer: 2.487

kög