Dortmunds Kapitän ordnet das Führungstor ein

Reus: "In der Bundesliga wäre das Tor abgepfiffen worden"

Hand im Spiel: Marco Reus vor dem 1:0 gegen den KFC Uerdingen.

Hand im Spiel: Marco Reus vor dem 1:0 gegen den KFC Uerdingen. imago images

27:7 Torschüsse, 74 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 92 Prozent: Es waren imponierende Zahlen, die Borussia Dortmund am Freitagabend im Düsseldorfer Stadion erzielt hatte. Der Sieg beim KFC Uerdingen, er war zweifelsfrei verdient. Das erkannte auch Heiko Vogel nach der Partie unumwunden an. Der Trainer der Krefelder mutmaßte aber auch: Wenn seine Mannschaft nicht schon kurz nach der Pause das 0:1 kassiert hätte, wäre der BVB womöglich etwas nervöser und ungeduldiger geworden. Und wer weiß schon, wie die Partie dann ausgegangen wäre.

So aber war es ein souveräner und ungefährdeter Sieg, den die Schwarz-Gelben am Ende einfuhren. Nur: Sie hatten Glück, als sie diesen Sieg in der 49. Minute auf den Weg brachten. "Im Spiel habe ich es nicht gemerkt", sagte Marco Reus nach der Partie, als er auf die Szene unmittelbar vor seinem Führungstreffer angesprochen wurde. Manuel Akanji hatte den BVB-Kapitän mit einem Heber am Uerdinger Fünfmeterraum angespielt, ehe dieser unbewusst handelte.

"Ich nehme den Ball mit dem Arm mit", beschrieb Reus selbst und urteilte selbst: "Das ist dann eine Vergrößerung der Körperfläche." Und deshalb: "Wenn es in der Bundesliga gewesen wäre, dann wäre es kein reguläres Tor gewesen, dann wäre abgepfiffen worden." Zumal ab dieser Saison generell keine Tore mit der Hand, bzw. Vorlagen, in denen die Hand im Spiel ist (wie in dieser Szene), mehr erlaubt sind.

Weil Schiedsrichter Sascha Stegemann das Handspiel aber entgangen war und der Videoassistent im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale im Einsatz ist, zählte der Treffer. Und Reus sagte: "Glück für uns, Pech für Uerdingen."

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lei

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