DFB-Pokal Spielbericht

19:20 - 20. Spielminute

Gelbe Karte (Heidenheim)
Reinhardt
Heidenheim

19:29 - 29. Spielminute

Gelbe Karte (Heidenheim)
Schnatterer
Heidenheim

20:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Wojtkowiak
für Hertner
TSV 1860

20:06 - 50. Spielminute

Tor 0:1
Stoppelkamp
Rechtsschuss
Vorbereitung Wood
TSV 1860

20:12 - 56. Spielminute

Gelbe Karte (TSV 1860)
Schindler
TSV 1860

20:15 - 59. Spielminute

Spielerwechsel (Heidenheim)
Bagceci
für Feistle
Heidenheim

20:21 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Hain
für Wood
TSV 1860

20:28 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Heidenheim)
Mayer
für Reinhardt
Heidenheim

20:31 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Friend
für D. Stahl
TSV 1860

20:37 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Heidenheim)
F. Krebs
für Malura
Heidenheim

20:41 - 84. Spielminute

Gelbe Karte (TSV 1860)
Stoppelkamp
TSV 1860

20:48 - 90. + 1 Spielminute

Tor 1:1
Göhlert
Rechtsschuss
Vorbereitung Schnatterer
Heidenheim

21:05 - 99. Spielminute

Gelbe Karte (Heidenheim)
Bagceci
Heidenheim

HDH

M60

DFB-Pokal

Stoppelkamp trifft zuerst und verwandelt zuletzt

Heidenheim scheitert in Runde eins erneut an einem Zweitligisten

Stoppelkamp trifft zuerst und verwandelt zuletzt

Sebastian Hertner (li.), Marc Schnatterer

Antreiber und Scorer zum 1:1: Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer (re.), hier gegen Sebastian Hertner. imago

Heidenheims Trainer Frank Schmidt setzte nach dem 2:2 gegen Regensburg auf Feistle anstatt Bagceci. Sein Gegenüber Alexander Schmidt musste auf den etatmäßigen Kapitän Vallori verzichten, der eine Rotsperre absaß. Keeper Kiraly trug für ihn die Binde. Zudem rückte Hain auf die Bank. Neu im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den FSV Frankfurt waren Adlung und Hertner.

Im Duell Dritt- gegen Zweitligist legte Heidenheim keine Scheu an den Tag und übernahm zu Beginn die Initiative. Die erste gefährliche Situation geschah jedoch im eigenen Strafraum der Hausherren: Sattelmaier badete das Missverständnis zwischen ihm und Feistle in letzter Sekunde noch aus (3.). Mehr als Stoppelkamps Warnschuss nach acht Minuten passierte anschließend allerdings nicht, bei 35 Grad rieben sich die Kontrahenten in Zweikämpfen im Mittelfeld auf.

Nach einer Viertelstunde übernahmen die "Löwen" zunehmend die Oberhand, was die Heidenheimer nicht daran hinderte, immer wieder Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Lauth hatte die erste gute Gelegenheit auf dem Fuß (15.), ehe auf der anderen Seite Söklers Distanzschuss knapp links vorbeisauste (16.). Munter ging es hin und her: Unruheherd Stoppelkamp überraschte in der 27. Minute Sattelmaier. Wenig später hatten die Heidenheimer Fans den Torschrei schon auf den Lippen: Heise hämmerte einen Freistoß direkt auf Kiralys Kasten. Der 1860-Schlussmann packte das Leder erst im Nachfassen (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff ging dann fast der Favorit in Führung: Lauth sprintete allein auf Sattelmaier zu. Der rettete jedoch glänzend und hielt seine Farben damit im Spiel.

DFB-Pokal

Der zweite Durchgang begann zerfahren. Heidenheim näherte sich erstmals dem gegnerischen Tor durch einen Freistoß an, den Schnatterer von rechts trat (49.). Der allerdings landete beim Gegner. Und dann ging es schnell: Überfallartig zündeten die Münchner in der 50. Minute ihren Konter und schufen eine Drei-gegen-Eins-Situation vor Sattelmaiers Kasten. Wood legte quer auf Stoppelkamp, der nur noch einschieben musste - 1:0 für die "Löwen"!

Göhlert macht das Unmögliche möglich

Die Schwaben von der Ostalb steckten anschließend allerdings keinesfalls auf: Nach vorne gepeitscht von den euphorischen Fans kamen die Heidenheimer durchaus zu Ausgleichschancen durch Niederlechner und Schnatterer (53., 65.). Fast hätten die Münchner noch das 2:0 nachgelegt. Adlungs Schuss knallte jedoch nach 77 Minuten an den linken Pfosten. Heidenheim warf dann alles nach vorne, die Spannung war spürbar...

Ein Treffer reichte dem Drittligisten zur Verlängerung. Das Tor fiel, allerdings aus einer deutlichen Abseitsposition, weshalb der eingewechselte Mayer nicht zum Held des Abends wurde (83.). Immer wieder versuchte es der FCH mit hohen Bällen. Kiraly pflückte diese aber eifrig aus der Luft (88., 90.). In der ersten Minute der Nachspielzeit schaffte der Drittligist dann jedoch das Unmögliche: Göhlert netzte nach einer Schnatterer-Ecke mit rechts ein und verlängerte damit diese Hitzeschlacht um eine weitere halbe Stunde.

Heidenheim rettet sich ins Elfmeterschießen

Die Verlängerung begann ohne große Höhepunkte. Heidenheim formierte wieder seine Abwehrreihen, während die "Löwen" versuchten, das Spiel zu machen. Allerdings fehlte die Bewegung im Spiel der Gäste, weshalb Kombinationen und Torchancen ausblieben. Lauth prüfte Sattelmaier und Schnatterer schickte das Leder einmal weit über das gegnerische Gehäuse (95., 96.). Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste mehr und mehr das Zepter in die Hand. Lauth verpasste es jedoch eigensinnig, mit einem Querpass auf Stoppelkamp die Gelegenheit zum 2:1 herbeizuführen. Das hohe Tempo in der regulären Spielzeit machte sich zudem durch erste Wadenkrämpfe bemerkbar. Es war nun ein echter Pokal-Fight, dessen Sieger nach 120 Minuten im Elfmeterschießen gefunden werden musste.

Zunächst bewahrten alle ihre Nerven: Krebs, Lauth, Schnatterer, Stark, Mayer und Aldung netzten ein. Dann trat Niederlechner an und vergab. Stoppelkampf vrewandelte und Heise nicht. Damit war Heidenheim ausgeschieden. Die "Löwen" kamen noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Tore und Karten

0:1 Stoppelkamp (50', Rechtsschuss, Wood)

1:1 Göhlert (90' +1, Rechtsschuss, Schnatterer)

Heidenheim

Sattelmaier - Malura , Göhlert , Wittek , Feistle - Griesbeck , Reinhardt , Heise , S. Sökler , Schnatterer - Niederlechner

TSV 1860

Kiraly - Volz , Schindler , Bülow , Hertner - D. Stahl , Y. Stark , Adlung , Stoppelkamp - Wood , Lauth

Schiedsrichter-Team
Harm Osmers

Harm Osmers Hannover

Spielinfo

Stadion

Voith-Arena

Zuschauer

10.000

In der Liga ist Heidenheim am Samstag, 10. August, ab 14 Uhr wieder gefordert, wenn es in Chemnitz um die nächsten Punkte geht. 1860 München reist einen Tag zuvor, am 9. August (18.30 Uhr) nach Düsseldorf. Ebenfalls an diesem Wochenende entscheiden sich die Partien der 2. DFB-Pokalrunde: Am Samstag, 10. August, findet die Auslosung ab 21 Uhr auf Sky statt.