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Women's Champions League in neuem Gewand

Reformierter Wettbewerb beginnt

Women's Champions League in neuem Gewand

Die Champions-League-Teilnehmerinnen haben allen Grund zum Jubeln.

Die Champions-League-Teilnehmerinnen haben allen Grund zum Jubeln. picture alliance / foto2press

Am Dienstag startet die UEFA Women's Champions League in die aktuelle Spielzeit und - laut europäischem Fußballverband - in eine neue "Ära". Neben einer eigenen Hymne gibt es in dieser Saison erstmals eine Gruppenphase und weltweite Übertragungen der Spiele. Diese Änderungen sind Teil einer umfangreichen Reform des Wettbewerbs, welche eine professionellere Vermarktung sowie höhere Sichtbarkeit anstrebt und sich für die teilnehmenden Vereine vor allem finanziell bemerkbar machen soll.

Vier Vierergruppen - Vierfaches Preisgeld

Der neue Modus orientiert sich dabei am bekannten Format der Herren. Wurde bisher nach zwei Qualifikationsrunden direkt mit dem Sechzehntelfinale gestartet, gibt es ab dieser Saison vier Gruppen à vier Mannschaften, aus welchen jeweils die zwei erstplatzierten Teams ins Viertelfinale einziehen. Ab diesem gibt es dann Hin- und Rückspiel, ehe zwei Finalisten gefunden sind und den Titel unter sich ausmachen.

Abseits des neuen Formats gibt es eine große finanzielle Veränderung. Die UEFA erhöht ihre Ausschüttungen auf ein Gesamtvolumen von 24 Millionen Euro. Dies entspricht etwa dem Vierfachen der bisher ausgezahlten Preisgelder und Prämien. Somit lohnt sich nicht nur der mit 1,4 Millionen Euro dotierte Titel, sondern bereits die Qualifikation. Das Startgeld allein beläuft sich auf 400.000 Euro pro Teilnehmer - circa fünf Mal so viel, wie bisher für das Erreichen des Achtelfinals ausgeschüttet wurde. Doch nicht nur die Teilnehmer können sich über finanzielle Anreize freuen. Auch die heimischen Ligen der qualifizierten Teams erhalten jeweils 5,5 Millionen Euro, die in die weitere Entwicklung des Sports fließen müssen.

Wir sind begeistert von diesem Schritt, weil es der richtige ist.

Nadine Keßler

Die Verantwortlichen sind sich einig darin einen wichtigen und richtigen Schritt zu gehen. UEFA-Chef Aleksander Ceferin ist davon überzeugt, "dass das neue finanzielle Verteilungsmodell den gesamten professionellen Frauenfußball in ganz Europa stärken" wird. Die UEFA-Botschafterin und Beraterin zur Überwachung der Entwicklung des Frauenfußballs, Nadine Keßler, hofft derweil auch von Spielerinnen, Teams und Fans Unterstützung für die Reform zu erfahren. Bedauern würde die ehemalige Weltfußballerin des VfL Wolfsburg einzig, dass sie selbst nicht mehr in diesem Wettbewerb mitspielen könne.

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DAZN überträgt

Als weitere Maßnahme beinhaltet das Strategiepapier der UEFA eine deutlich breitere Vermarktung der Spiele. Diese werden in dieser Saison zusammen mit dem Streamingportal DAZN gezeigt, welches alle 61 Partien weltweit umsonst auf dem hauseigenen Youtubekanal übertragen wird. Mit deutschem Kommentar wird es die Auftritte der Bundesligavertreter jedoch nur für Kunden des Anbieters auf dessen kostenpflichtiger Seite zu sehen geben.  

Beim Blick auf die Paarungen könnte sich das Einschalten durchaus lohnen. Der zweimalige Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg trifft in der Gruppe A am Mittwoch um 21.00 Uhr auf die Vorjahresfinalistinnen des FC Chelsea um den ehemaligen Superstar des VfL, Pernille Harder. Die Bayern bekommen es in der Gruppe D mit dem Rekordsieger Olympique Lyon zu tun, und die TSG Hoffenheim hat in Gruppe C mit dem FC Arsenal und den Titelverteidigerinnen des FC Barcelona direkt zwei Topteams vor der Brust. 

dpa/kon

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