Spanien

Wegen Milliarden-Deal: Barça und Real greifen La Liga an

Topklubs üben scharfe Kritik

Wegen Milliarden-Deal: Barça und Real greifen La Liga an

Was kommt da auf den spanischen Fußball zu? Real Madrid und der FC Barcelona kritisieren den neuen La-Liga-Deal.

Was kommt da auf den spanischen Fußball zu? Real Madrid und der FC Barcelona kritisieren den neuen La-Liga-Deal. imago images/Shutterstock

Wie dringend der FC Barcelona Geld benötigt, zeigte sich am Donnerstagabend, als offiziell wurde, dass er sich Lionel Messi nicht länger leisten kann. Und doch ist Barça genau wie Erzrivale Real Madrid ganz und gar nicht einverstanden mit dem neuen Milliarden-Deal, den die spanische Liga eingefädelt hat.

Wenige Stunden nach der amtlichen Verabschiedung von Klubikone Messi veröffentlichte Barça eine weitere Stellungnahme - einen schriftlichen Angriff auf La Liga. Darin zeigen sich die Katalanen "überrascht" vom Zustandekommen des Abkommens, das die Liga mit dem Finanzdienstleister CVC geschlossen hat und 2,7 Milliarden Euro in den spanischen Fußball pumpen soll.

Laufzeit 50 Jahre? Real befürchtet "beispiellose Verluste"

Dafür werde man "rund zehn Prozent" der Anteile an CVC veräußern, hatte La Liga am Mittwoch überraschend bekanntgegeben, ohne eine Laufzeit zu nennen. Barça und auch Real Madrid, das ein noch schärferes Statement verbreitete, nannten nun weitere Details. Demnach garantiere La Liga dem Investor jährlich Profite von mehr als 20 Prozent und trete knapp elf Prozent ihrer audiovisuellen Rechte gleich für die kommenden 50 Jahre an ihn ab.

Barça hält diesen Zeitraum im schnelllebigen Fußballgeschäft für "unangemessen", Real schreibt von einer "betrügerischen Struktur". Beide Klubs beklagen, in die Verhandlungen nicht einbezogen worden zu sein. Die Verantwortlichen der Königlichen befürchten gar "beispiellose Verluste" für ihren Klub.

Die Ratifizierung des Abkommens gilt eigentlich nur noch als Formsache. Wie genau der Verteilungsschlüssel aussieht, soll auf einer Klubversammlung festgelegt werden. Auch im Frauen- und Amateurfußball sollen Gelder ankommen.

jpe

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