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"We Are Football" - Erstes Managerspiel mit Frauenfußball

Gerald Köhler über Frauenfußball in WAF

"We Are Football" - Erstes Managerspiel mit Frauenfußball

"We Are Football" wird als erstes Managerspiel eine voll-lizenzierte Frauen-Bundesliga beinhalten.

"We Are Football" wird als erstes Managerspiel eine voll-lizenzierte Frauen-Bundesliga beinhalten. THQ Nordic

Am Sonntag, 16. Mai, findet das Endspiel der UEFA Women's Champions League zwischen FC Chelsea und FC Barcelona statt. Das fulminante Finale zwischen zwei der stärksten Teams des Sports markiert das Ende einer turbulenten Saison für den Frauenfußball, der trotz steigender Beliebtheit und Marktstärke in vielerlei Hinsicht besonders stark mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen hatte.

Frauenfußball wird trotz vieler Schwierigkeiten zunehmend größer und professioneller, auch in Deutschland wächst der Sport stetig. Dementsprechend stolz ist Köhler, wenn er von "We Are Football" sagen kann, dass es "der erste Manager [ist], der sowohl Männer- als auch Frauenfußball beinhaltet." Dabei beachtet die Umsetzung einige Besonderheiten, um "eine gute Balance zwischen Realismus und Spiel" zu schaffen, die den Kern des neuen Managerspiels bildet.

Strukturelle Schwierigkeiten werden spielerisch überbrückt

Köhler und sein Team waren bedacht, manche Aspekte des Frauenfußballs nicht "ganz 100 Prozent realistisch" umzusetzen, um den Spaß am Spiel nicht zu sehr durch strukturelle und anderweitige Schwierigkeiten zu trüben. Ein großer Unterschied zwischen Männer- und Frauenfußball ist immer noch die finanzielle Zugkraft.

Diese wird im Frauenfußball zwar langsam stärker, von den Milliarden-Beträgen, die im Männersport im Umlauf sind, ist man jedoch noch sehr weit entfernt. Damit man als Manager in "We Are Football" trotzdem finanziell tätig sein kann, wurden die Verhältnisse etwas angepasst, sodass "man auf dem Transfermarkt handeln kann und die Spielerinnen ein vernünftiges Gehalt bekommen."

Wir haben jetzt alle [Lizenzen] und sind die einzigen, die alle haben.

Gerald Köhler

Besonders bei den Zuschauern ist die reale Frauen-Bundesliga noch schlechter aufgestellt als das Pendant der Männer. In der Saison 2019/20 gab es bei den Frauen einen Zuschauerschnitt von 912 pro Spiel, während in der Männer-Fußballbundesliga im Durchschnitt über 39.000 Zuschauer in die Stadien kamen. Im Spiel sollen aber mehr Menschen bei den weiblichen Mannschaften zuschauen, "damit man nicht nur von Sponsoren abhängig ist, sondern auch entsprechend mehr Einnahmen über die Zuschauer hat." So erlaubt sich das Spiel künstlerische Freiheiten, die den Manageralltag jedoch angenehmer und kompetitiver gestalten werden.

Realistische Umsetzung der Lizenzen und des Spielerinnen-Alltags

Abseits der Finanzen soll es jedoch kaum Abwandlungen dieser Art geben, betont Köhler: "Wenn wir uns die Kader anschauen, dann haben wir versucht, alles so realistisch wie möglich zu integrieren." Ein besonderer Aspekt dabei ist, dass die 1. und 2. Bundesliga, samt DFB-Pokal, voll lizenziert im Spiel enthalten sind - und zwar sowohl für den Frauen- als auch den Männerfußball. Diese sind Teil der speziellen Bundesliga-Edition des Spiels. Das ist ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal des Spiels, wie Köhler hervorhebt: "Wir haben jetzt alle [Lizenzen] und sind die einzigen, die alle haben."

Abseits des Lizenzierungsthemas hat das Team auch viel Mühe investiert, um die speziellen Bedingungen des Frauenfußballs, die sich teils stark vom Männersport unterscheiden, richtig und realistisch umzusetzen: "Wir haben dann natürlich auch geguckt, dass wir noch viele verschiedene Sachen einbauen, die Frauen-typisch sind. Wir haben auch ganz viel gelernt, was da einfach total anders ist."

Diese Besonderheiten reichen von speziellen Werbeverträgen über Schwangerschaften für nicht-lizenzierte Spielerinnen bis hin zu dem Fakt, dass Spielerinnen ihre Karrieren in der Regel früher beenden als die Männer. Diese Aspekte werden das Spiel im Kern nicht maßgeblich verändern, bringen jedoch genug Unterschiede zu den Männervereinen ein, um eine besondere und spannende Erfahrung zu versprechen.

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Faris Delalic