Champions League

ManUnited gegen Bern: Was Ralf Rangnick "ärgerlich" fand

ManUnited-Coach über Remis gegen Bern

Was Rangnick "wirklich ein bisschen ärgerlich" fand

Erster Punktverlust als ManUnited-Trainer: Ralf Rangnick.

Erster Punktverlust als ManUnited-Trainer: Ralf Rangnick. imago images/MB Media Solutions

Ralf Rangnick hat am Mittwochabend seinen ersten Punktverlust als ManUnited-Trainer erlebt, das konnte er angesichts der Ausgangslage und seiner Personalwahl aber wohl verkraften. Der 63-Jährige hatte seine gesamte Startelf vom Debütsieg gegen Crystal Palace (1:0) ausgetauscht und gar nicht erst in den Spieltagskader aufgenommen.

Herauskam eine Mannschaft aus Youngstern (Elanga, Greenwood, Diallo), Dauerreservisten (van de Beek, Mata) und Rückkehrern (Shaw), die am Ende "nur" ein 1:1 gegen Young Boys Bern erreichte. "Wir sollten nicht zu streng sein", sagte Rangnick nach der Partie angesichts der sportlich irrelevanten Lage. ManUnited war bereits vor dem Spiel als Gruppenerster für das Achtelfinale qualifiziert gewesen. "Ich war mir darüber im Klaren, dass die Spieler in dieser Formation und mit dieser Aufstellung noch nie zusammen gespielt haben. Die erste halbe Stunde war in Ordnung, wir haben ein schönes Tor geschossen, wir hatten noch zwei weitere große Chancen."

Juan Mata und Amad Diallo hätten zwingend auf 2:0 stellen müssen, "wenn nicht sogar 3:0", fand auch Rangnick. "Und dann haben wir den Fehler gemacht, weniger offensiv zu spielen." Donny van de Beek vertändelte vor dem Ausgleich leichtfertig den Ball. "Was wirklich ein bisschen ärgerlich war, war die Art und Weise, wie wir das Tor verschenkt haben, weil wir zu viele Bälle in die erste Reihe ihres Pressings gespielt haben, und das war auch der Fall bei dem Gegentor, das wir bekommen haben. Wir hätten den Ball leicht klären können, und wenn wir den Ball in die zweite und dritte Linie gespielt haben, waren wir immer gefährlich. Ich habe ihnen das vor dem Spiel gesagt, aber sie haben trotzdem in dieser Situation gespielt, ein Fünf-Meter-Pass", und die Schweizer "haben nur auf den Ball gewartet".

Nach 90 Minuten, so Rangnick, "hätte es 4:4 stehen können", weil auch Bern noch zahlreiche Chancen ausließ. Trotzdem hielt er es für die "richtige Entscheidung, einigen jungen Spielern die Chance zu geben zu spielen". Nun geht es in der Liga bei den Aufsteigern Norwich und Brentford weiter.

mkr

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