Int. Fußball

Southamptons großartige Reaktion auf Hotel-Posse in Swansea - Twitter-Coup nach Premier-League-Abstiegskracher

Fast gerettetem Premier-League-Klub gelingt Twitter-Coup

Southamptons großartige Reaktion auf Hotel-Posse

"Last-Minute-Stornierung": Der FC Southampton kostete seinen Sieg in Swansea auf besondere Weise aus.

"Last-Minute-Stornierung": Der FC Southampton kostete seinen Sieg in Swansea auf besondere Weise aus. Twitter.com/SouthamptonFC

Die Spieler feierten, als stünde der Klassenerhalt schon endgültig fest, doch das konnte man ihnen nicht verdenken: Durch einen 1:0-Sieg bei Swansea City machte der FC Southampton am Mittwochabend den wohl entscheidenden Schritt in Richtung einer weiteren Premier-League-Saison - vor allem aber gaben sie die passende Antwort auf zwei mysteriöse Vorfälle im Vorfeld dieses Abstiegskampfduells.

Als sie am Stadion eintrafen, wurde den Gästen plötzlich mitgeteilt, sie dürften ihren Bus nicht verlassen, weil sie zunächst auf den Gegner warten müssten. Sie lösten die Irritation souverän - sie hielten sich einfach nicht an die seltsame Anweisung und legten die letzten 100 Meter zum Stadion zu Fuß zurück.

Noch mehr Aufsehen erregten die Saints mit ihrer Reaktion auf den zweiten Vorfall. Das Marriott Hotel in Swansea hatte ihre Buchung kurzfristig storniert und so ihre Vorbereitungen auf das wichtige Duell gestört - mit Swansea und Southampton traf der Tabellen-18. auf den punktgleichen Tabellen-17.

Und so ließ es sich Southampton nach dem 1:0-Sieg, der Swansea einen Spieltag vor Schluss um drei Punkte und neun Tore distanzierte, nicht nehmen, eine süffisante Hotelbewertung bei "Tripadvisor" vorzunehmen, verfasst vom Account "WeMarchOn", dem Vereinsmotto der Saints.

"Das Meeting war extrem produktiv! Planen nicht, irgendwann demnächst wiederzukommen"

"Hatten hier wegen einer extrem wichtigen Geschäftsreise gebucht, doch dann wurde unsere Reservierung 24 Stunden vor unserer Ankunft wegen eines angeblichen Virenausbruchs storniert", schrieben sie. "Sind sehr enttäuscht, weil die Buchungen anderer Gäste davon offenbar unberührt geblieben sind." Deshalb habe man kurzfristig eine andere Unterkunft finden müssen, die dann "nicht in idealer Lage für uns war", sondern "eine viel weitere Anreise zu unserem Meeting" erforderlich machte. Dennoch empfehle man die Alternativunterkunft "nachdrücklich".

"Zum Glück", schließt der Beitrag, der dem Marriott einen von fünf Punkten gab und Southampton einen echten Twitter-Coup bescherte, "hat diese Erfahrung unsere Reise nicht verdorben. Das Meeting war extrem produktiv! Planen nicht, irgendwann demnächst wiederzukommen." Swansea steht jetzt schließlich unmittelbar vor dem Abstieg.

jpe