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02.05.2019, 12:23

Wolfsburgerinnen stellen Pokal-Rekord ein

Lerch: "Es ist eine große Erleichterung da"

Nach dem Schlusspfiff war beim VfL Wolfsburg erst einmal Durchatmen angesagt: Zwar krönten sich die Niedersächsinnen zum fünften Mal in Serie zum Pokalsieger, doch der große Favorit musste sich beim 1:0 gegen Freiburg gewaltig ins Zeug legen. Dass am Ende dennoch die Sektkorken knallten, war vor allem einer taktischen Umstellung von Trainer Stephan Lerch zu verdanken.

Stephan Lerch
Siegerlächeln: Stephan Lerch feierte mit seinem Trainerteam (Ariane Hingst, Patrick Platins) sowie Sportdirektor Ralf Kellermann (li.) den zweiten Pokalsieg unter seiner Regie
© imago imagesZoomansicht

"Man muss schon sagen, dass wir alle sehr angespannt waren", gab Wolfsburg-Coach Lerch nach dem Spielende unumwunden zu. Der 34-Jährige musste in der ersten Hälfte mit ansehen wie seine Elf nach gutem Beginn von Minute zu Minute mehr ins Wanken geriet. "Freiburg hat uns früh unter Druck gesetzt, da haben wir keine Lösungen gefunden."

Die Freiburgerinnen stellten den Favoriten mit einer kompakten Defensive und ihrem blitzartigen Umschaltspiel vor große Probleme. Die erfahrenen Nilla Fischer und Lena Goeßling standen in der Innenverteidigung meist auf verlorenem Posten - und konnten sich bei der ausgezeichnet aufgelegten Almuth Schult bedanken, dass ihre Unsicherheiten unbestraft blieben.

Lerch findet die passenden Worte und liegt richtig

Lerch quittierte die Vorstellung seines Star-Ensembles beim Gang in die Kabine mit Kopfschütteln. Doch mit dem Wissen, dass es nur eine "Frage der Zeit war, bis Freiburg die Kraft ausgeht", entschied sich gebürtige Darmstädter in den Katakomben des Kölner Rhein-Energie-Stadions für eine taktische Veränderung: "Wir haben dann umgestellt, mit einer klassischen Doppelsechs gespielt."

Zudem forderte Wolfsburgs Trainer von seinen Akteurinnen "das Tempo hochzuhalten" und traf bei seiner Halbzeitansprache offensichtlich den richtigen Ton. Der VfL kam mit einer deutlich veränderten Körpersprache bereits knapp fünf Minuten vor dem Wiederanpfiff auf den Platz. Dies fruchtete: Ewa Pajor gelang in einer einseitig geführten zweiten Hälfte der entscheidende Treffer zum fünften Wolfsburger Triumph in Serie.

Wölfinnen stellen historischen Rekord ein

Damit sicherten sich der VfL neben dem goldenen Pokal auch einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Von 1999 bis 2003 hieß der DFB-Pokalsieger jeweils 1. FCC Frankfurt. Nun stehen Pajor & Co. auf einer Stufe mit der goldenen Generation um der dreimaligen Weltfußballerin Birgit Prinz. "Das macht uns natürlich froh, dass wir den Pokal wieder mit nach Wolfsburg nehmen können", so Lerch.

Bis zum Rekordsieger fehlt dem VfL allerdings noch eine ganze Vitrine voller Pokale. Die Wölfinnen liegen nun bei sechs Titeln, der ehemalige Branchenprimus Frankfurt hat bereits dreizehn Erfolge vorzuweisen.

tow

DFB-Pokal Frauen, 2018/19, Finale in Köln
VfL Wolfsburg - SC Freiburg 1:0
VfL Wolfsburg - SC Freiburg 1:0
Willkommensgruß

Das Pokalfinale der Frauen 2019 findet in Köln zwischen Wolfsburg und Freiburg statt.
© imago images

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