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25.04.2019, 17:48

München steht zum 23. Mal im Pokalfinale

Die Minimalisten-Bayern

Der FC Bayern zieht nach einem 3:2 in Bremen ins Pokal-Endspiel ein. Aufgrund des umstrittenen Elfmeters sicherlich glücklich, angesichts des Spielverlaufs aber gewiss nicht unverdient. Es war der nächste hauchdünne Sieg im laufenden Wettbewerb - für Trainer Niko Kovac ist das nichts Neues.

Niko Kovac
Kann noch als einziger den Pokal in diesem Jahr verteidigen: Niko Kovac.
© imagoZoomansicht

Es war das Duell der beiden erfolgreichsten Klubs in diesem Wettbewerb. Der FC Bayern gewann den DFB-Pokal schon 18-, Werder Bremen sechsmal. Die Chance, dieses Konto zu erhöhen, haben sich die Münchner am Mittwochabend mühsam erarbeiten müssen. Obwohl es sich um einen sehr strittigen Elfmeter handelte, der zum entscheidenden 3:2 führte, zog der Rekordpokalsieger verdient ins Endspiel - am 25. Mai gegen RB Leipzig - ein. Zum inzwischen 23. Mal.

Den Weg zum möglichen Titel - es wäre der 19. - beschreibt Trainer Niko Kovac zwar nicht als "den einfachsten", aber wegen der nur sechs möglichen Partien als "den kürzesten". Dass es in dieser Saison keineswegs eine leichte Angelegenheit für den FCB war, zeigen die engen Resultate. Es begann mit einem 1:0 beim SV Dochtersen/Assel; es folgten ein 2:1 in Rödingshausen, ein 3:2 nach Verlängerung bei Hertha BSC, ein äußerst spektakuläres wie nahezu blamables 5:4 gegen den 1. FC Heidenheim und eben das knappe 3:2 in Bremen. Jedes Spiel entschieden die Bayern mit nur einem Tor Unterschied für sich. Minimalismus? Völlig ausreichend, werden sie in München zu Recht sagen.

Kovac kennt die engen Pokalschlachten

Gerade der Coach kennt diese engen Pokalschlachten. Denn schon bei seiner ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb mit Eintracht Frankfurt in der Saison 2016/17 ging's verdammt knapp zu. Beim damaligen Drittligisten aus Magdeburg setzten sich die Hessen in Runde 1 mit Mühe und Not 4:3 nach Verlängerung durch; gegen Ingolstadt fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen (4:1); in Hannover reichte ein knappes 2:1, weil der an diesem Tag bärenstarke Keeper Lukas Hradecky in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß von Salif Sané parierte; im Viertelfinale gegen Bielefeld gewann die Eintracht mit 1:0; im Semifinale in Gladbach gab wieder die Lotterie vom Punkt (7:6) den Ausschlag.

Der Finaleinzug 2017 galt in Frankfurt als Wunder, der Triumph 2018 als Sensation - in diesem Jahr ist das anders, da wird der Titel nach dem noch immer schmerzhaften Ausscheiden gegen Liverpool in der Champions League, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der ARD verriet, nahezu erwartet. Kovac weiß das. Und er hat bewiesen, dass seine Mannschaft - wie schon zu Eintracht-Zeiten - auf den Punkt da sein kann. Von seinen 17 Pokalpartien als Trainer hat der 47-Jährige nun 16 gewonnen. Mit dem nächsten Sieg würde er den Titel persönlich verteidigen.

Georg Holzner

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