FIFA WM

WM 2022: Mexikos Elfmeter-Held Ochoa: "Ein Kindheitstraum"

Routinier zur WM wiederholt in Topform

Mexikos Elfmeter-Held Ochoa: "Es ist ein Kindheitstraum"

Edson Alvarez (re.) feiert Guillermo Ochoa für dessen Parade gegen Robert Lewandowski.

Edson Alvarez (re.) feiert Guillermo Ochoa für dessen Parade gegen Robert Lewandowski. IMAGO/Fotoarena

Knapp eine Stunde war im Stadium 974 in Doha gespielt gewesen, da ereignete sich die entscheidende Szene des torlosen Unentschiedens zwischen Mexiko und Polen: Robert Lewandowski, Weltstar des FC Barcelona, legte sich den Ball auf den Punkt - bereit zur Führung einzuschieben. Doch der Jubel des sonst so sicheren Schützen blieb aus, Mexikos Keeper Guillermo Ochoa hatte die Ecke geahnt und den Versuch stark pariert. "Gut, dass ich den Elfmeter abwehren konnte. Ich bin sehr glücklich darüber", fasste er nach Abpfiff beim ZDF seine Gefühlswelt zusammen.

Gute Vorbereitung für den Kindheitstraum 

Von Glück wollte der 37-jährige Routinier dabei nichts wissen: "Es ist Arbeit und war Teil der Vorbereitung im Training der letzten Woche", so der Keeper, der daher ein Lob an seinen Torwarttrainer Rodolfo Paladini und Video-Analysten Damian Silvero richtete, unter denen "wir daran gearbeitet haben". 

Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur wurde Ochoa, 2019 nach Mexiko zurückgekehrt und seither in Diensten seines Jugendklubs CF America, dann aber doch noch etwas emotionaler: "Das Leben schenkt dir solche Momente. Es ist ein Kindheitstraum, bei der WM zu spielen und Geschichte zu schreiben." 

Nach Lewandowski wartet Messi

Diesen Traum will Mexikos Elfmeter-Held 2022 bei seiner bereits fünften Teilnahme natürlich möglichst lang träumen. Bestenfalls noch länger als bei den letzten sieben Anläufen, die für El Tri jeweils im Achtelfinale endeten. Bis dahin, weiß Ochoa, ist es aber noch ein langer Weg: "Es ist immer schwer, bei einer WM weiterzukommen, keine Frage. Wir werden unsere Spiele spielen und auf alles vorbereitet sein müssen." 

Wie gut Ochoa und die mexikanische Auswahl vorbereitet sind, können die Lateinamerikaner das nächste Mal am Samstagabend unter Beweis stellen. Um 20 Uhr (LIVE!, bei kicker) geht es gegen Argentinien, das nach dem blamablen 1:2 gegen Saudi-Arabien auf Wiedergutmachung aus sein wird. Mit Lionel Messi könnte Ochoa dabei dem nächsten Weltstar die Grenzen aufzeigen.

mja