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Klage abgewiesen: Die SG Barockstadt Fulda bleibt Hessenligist

Vorwürfe gegen den HFV

Klage abgewiesen: Die SG Barockstadt Fulda bleibt Hessenligist

Das Landgericht Mannheim zieht einen Schlussstrich unter die kurzfristigen Regionalliga-Pläne der SG Barockstadt Fulda und weist die Klage des Hessenligisten gegen die Entscheidung der Regionalliga Südwest, keine Aufsteiger aus der Oberliga zuzulassen, ab. "Wir waren es uns selbst und unseren Partner schuldig, alles in unserer Macht stehende zu tun und die Aufstiegsfrage final rechtlich prüfen zu lassen. Quer durch ganz Deutschland gab es ja genügend Beispiele in denen Mannschaften in vergleichbaren Situationen aufsteigen durften, und gerade nach der vermeintlichen Rückendeckung durch den Hessischen Fußballverband hatten wir zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung", so Sebastian Möller, Manager der SG.

Warum Möller von einer "vermeintlichen" Rückendeckung spricht, macht er gleich darauf klar: Nachdem nun alle Fakten auf dem Tisch lägen, so Möller, lasse ihn das Verhalten des Hessischen Fußballverbandes "mehr als ratlos und enttäuscht" zurück: "Im Zuge des Gerichtsverfahrens hatten wir Einsicht in die Protokolle der Versammlung der Regionalliga Südwest, und dort steht schwarz auf weiß, dass die finale Stimme, an der die Aufstiegsfrage gescheitert ist, vom HFV selbst kam."

HFV das "Zünglein an der Waage"

So habe es nach Möllers Ausführungen eine Abstimmung gegeben, bei der die sieben Gesellschafter der Regionalliga (bestehend aus den sieben beteiligten Landesverbänden) über die Aufstiegsfrage abgestimmt hätten - mit dem knappen 4:3-Ergebnis, keine Aufsteiger zuzulassen. "Während die Verbände Baden, Württemberg und Südbaden meines Wissens bereits im Vorfeld gegenüber den Vereinen kommuniziert haben, gegen Aufsteiger zu stimmen, und die Verbände Rheinland, Südwest und Saarland für Aufsteiger gestimmt haben, war der HFV das Zünglein an der Waage", so Möller.

Gerade weil die HFV-Verbandsspitze sich in der Presse und bei internen Verbandstreffen deutlich pro Aufsteiger positioniert hätte - und das in der Gewissheit, die Aufsteiger höchst selbst verhindert zu haben - zeigt sich Möller maßlos enttäuscht: "Über die Gründe möchte ich nicht spekulieren, aber man hätte ja zumindest einfach von Beginn an den Anstand haben können und sagen, wir wollen euch nicht als Aufsteiger, dann hätten wir gewusst, woran wir sind."

Verwerfungen erwartet der Manager für seinen Verein nicht: "Die Planungen für die kommende Spielzeit liefen bis dato ja sowieso zweigleisig, sodass uns diese Entscheidung jetzt nicht umwirft. Wir konzentrieren uns wieder voll auf die Hessenliga und nehmen Anlauf für die kommenden Saison."

jam