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"G2 wird die Welt des Gaming-Entertainments dominieren"

Gründer 'ocelote' über die Entwicklung von G2

"G2 wird die Welt des Gaming-Entertainments dominieren"

Carlos 'ocelote' Rodriguez gibt Einblick in seine Visionen.

Carlos 'ocelote' Rodriguez gibt Einblick in seine Visionen. Michal Konkel/AS

Er kam, sah und siegte. So lässt sich der kometenhafte Aufstieg von G2 Esports-Gründer Carlos Rodriguez als Unternehmer wohl am besten beschreiben. Egal ob League of Legends, Valorant, Rocket League oder Fortnite - G2 ist als Team in gleich sieben verschiedenen eSport-Genres vertreten und gehört oftmals zu den favorisierten Teams in den teils sehr unterschiedlichen Titeln. Das Erfolgsrezept? "G2 wurde auf dem Fundament 'Gewinnen und Spaß haben' aufgebaut", so Rodriguez. Kennern der Szene ist er vor allem unter 'ocelote' ein Begriff, der ehemalige LoL-Spieler beendete 2015 seine aktive Karriere, stellte aber bereits als Profi sein eigenes Team zusammen.

Europa als Gaming-Region auf dem aufsteigenden Ast

Im Rahmen der BMW Esports Boost 2021 am 28. Juni trifft sich das Who-is-Who der eSport-Szene. Gaming- und eSport-Experten aus der ganzen Welt werden über die Zukunft der Branche diskutieren. Entrepreneur 'ocelote' gibt bereits vor dem Event spannende Einblicke in die Vision des Konzerns. Der Spanier hat G2 zusammen mit seinem deutschen Partner Jens Hilgers gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin gilt als eines der Pionier-Projekte im europäischen Markt und hat maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Region. Asien gilt nach wie vor als führender Kontinent im Gaming-Business.

Geschäftsführer 'ocelote' weiß um die Herausforderung, die noch vor ihm liegt, gibt sich aber zugleich selbstbewusst über das bisher erreichte: "Europa ist eine der erfolgreichsten Regionen, wenn es um Ego-Shooter-Titel geht. Es gehört natürlich auch zur Wahrheit, dass Asien die MOBA-Welt anführt, aber wir wollen das irgendwann ändern." An Selbstbewusstsein mangelte es dem gewitzten Gründer schon als Spieler nicht. Seine damaligen emotionalen Ausbrüche kanalisiert er heute für eine erfolgreiche Unternehmensführung: "Ich habe gelernt, meine Emotionen als Werkzeug zu nutzen, um meine Visionen mit Energie und Nachdruck zu verwirklichen. Ich fälle die meisten meiner Entscheidungen nach meinem Instinkt und nutze meine Gefühle als eine Art Kompass, der mich lenkt. Das ist einfach großartig. Scheiß auf Zahlen."

Der Erfolg gibt dem Unternehmenschef recht. G2 zählt zu den renommiertesten Firmen in der Gaming-Branche. Das reicht dem 31-jährigen Madrilenen allerdings noch lange nicht. "Wir sind hier, um zu gewinnen", gibt er einen Einblick in die Unternehmensphilosophie. "Aber wir nehmen uns auch nicht zu ernst. Der eSport ist für mich eine spezielle Branche." Anders als in anderen Firmen ist der Chef hier weitaus mehr in direkte Abläufe involviert. "Du musst mit Leidenschaft bei der Sache sein. Ich baue ja nicht nur Teams auf, sondern kümmere mich um Inhalte, mache Social Media und denke über innovative Wege nach, mehr Einnahmen erzielen zu können und starke Marketingkampagnen anzubieten."

Dass 'ocelote' Gaming nach wie vor lebt und verkörpert, ist ihm anscheinend nicht mehr zu nehmen. Auf die Frage nach der Zukunft und was von G2 noch zu erwarten ist, antwortet er gewohnt erfolgssicher: "Eine ganze Menge. Wir haben gerade erst angefangen. G2 wird die Welt des Gaming-Entertainments eines Tages dominieren." Wie das genau vonstattengehen soll, verrät er natürlich nicht, aber eins steht jetzt schon fest: Von 'ocelote' und G2 darf man noch einiges erwarten.

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Lukas Scherbaum