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19.10.2006, 11:27

Inka Grings über die Probleme in Duisburg

"Das lasse ich mir nicht gefallen"

Nationalspielerin Inka Grings (27) und der FCR Duisburg stehen vor der Trennung. Keine gute Ausgangslage für das Pokalspiel am Sonntag bei Turbine Potsdam. FCR-Coach Dietmar Herhaus wollte sich vor dieser Partie nicht öffentlich äußern. Nur so viel: "Ich akzeptiere Inkas Entscheidung."

Inka Grings
"Da stimmt auch einiges im Team nicht": Duisburgs Nationalspielerin Inka Grings.
© imagoZoomansicht

kicker: Was ist passiert, Frau Grings?

Inka Grings: Nach der 1:6-Niederlage gegen Frankfurt - einer Partie am dritten Spieltag, in der wir alle versagt haben - hat der Trainer mit mir ein Gespräch geführt und verkündet, er wisse nicht, ob er noch hinter mir stehen kann. Drei Tage später wurde die Mannschaft kurzfristig vom Vorstand zusammengerufen. In der Kabine wurde gefragt: Woran liegt es, dass es nicht stimmt? Gibt es Probleme mit dem Trainer? Keine Spielerin hatte den Mut sich dazu zu äußern, obwohl dies intern oftmals passiert war.

kicker: Aber Sie haben sich erklärt?

Grings: Genau. Ich habe gesagt, dass ich überlege, die Kapitänsbinde abzugeben, wenn mein Trainer mir kein Vertrauen mehr schenkt bzw. an mir zweifelt. Zudem habe ich auf die sportlichen Probleme zwischen mir und Dietmar Herhaus hingewiesen. Auf dem Platz hat uns der Trainerstab noch mal zusammengerufen. Dort wurde mir von Herhaus gesagt, dass die Besprechung einberufen wurde, weil ich mich - privat! - mit seinem Vorgänger Jürgen Krust getroffen hatte. Damit wurde ich völlig vor den Kopf gestoßen. Ich habe dann klar gesagt, dass es so nicht weitergeht, dass ich bereit bin, bis zur Winterpause für und mit dem Team alles zu geben. Aber, dass ich den Verein wechsle bzw. aufhöre, wenn sich an der Trainerposition nichts ändert. Dabei bleibe ich. Das lasse ich mir nicht mehr gefallen.

kicker: Es brodelt schon länger?

Grings: Ja, aber man muss sich auch an die eigene Nase fassen, schließlich stehen wir auf dem Platz und nicht der Coach. Da stimmt auch einiges im Team nicht, aber gerade in der letzten Saison gab es viele Kommunikationsprobleme zwischen Trainer und Mannschaft. Das wirkt sich auch auf dem Platz aus.

kicker: Haben Sie neue Angebote?

Grings: Ja, aber ich will das Pokalspiel abwarten. Dem gilt meine volle Konzentration.

kicker: Sind es Anfragen aus der Liga oder aus dem Ausland?

Grings: Beides.

kicker: Sie fehlten zuletzt im Nationalmannschaftskader. Warum?

Grings: Ich hatte lange mit einer Wadenverletzung zu kämpfen und bin mit der Bundestrainerin so verblieben, dass ich erst mal in der Liga wieder Fuß fassen soll. Wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann werde ich mich auch zurückmelden. Die WM 2007 ist ein Ziel.

Interview: Jana Wiske

 

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