FIFA WM

Wie Tunesien und der Ex-Freiburger Dräger überrascht haben

Die Nordafrikaner verdienen sich gegen Dänemark einen Punkt

"Ein gutes Gesicht gezeigt": Wie Tunesien und der Ex-Freiburger Dräger überrascht haben

Spielte mit Tunesien 0:0 gegen Dänemark: Mohamed Dräger.

Spielte mit Tunesien 0:0 gegen Dänemark: Mohamed Dräger. picture alliance

Die Zahlen bestätigten die Eindrücke. Als das Duell zwischen Dänemark und Tunesien Geschichte war, belegten auch die Statistiken das Gefühl, das sich schon in den vorangegangenen 90 Minuten breitgemacht hatte: Die Nordafrikaner waren mindestens ebenbürtig gewesen und hätten den Halbfinalisten der vergangenen Europameisterschaft durchaus schlagen können.

Nicht nur 55 Prozent gewonnene Zweikämpfe, sondern auch 13:11 Torschüsse: Tunesien hatte einen durchaus mutigen Auftritt hingelegt und Dänemark auch in der Defensive gefordert. "Leider hat es nicht für drei Punkte gereicht, aber wir haben trotzdem ein gutes Gesicht gezeigt", sagte Mohamed Dräger nach der Partie am ZDF-Mikrofon.

Wir hatten Chancen und viele Halbchancen, bei denen der letzte Pass nicht ganz gepasst hat.

Mohamed Dräger

Der gebürtige Freiburger hatte auf der rechten Seite gespielt und in der 11. Minute den ersten gefährlichen Schuss abgegeben. Eine Annäherung, die beileibe nicht die einzige nennenswerte Offensivaktion war. Tunesien suchte sein Heil in der Offensive und bereitete Dänemark mit dieser Herangehensweise durchaus Probleme. "Wir hatten Chancen und viele Halbchancen, bei denen der letzte Pass nicht ganz gepasst hat", analysierte Dräger. Und in der Tat: Der Außenseiter wurde immer wieder gefährlich und stellte die Dänen vor Aufgaben. 

Forsch, erfrischend, unerschrocken: So spielt Tunesien

In der zweiten Hälfte bedurfte es zwar auch einer Portion Glück, als der eingewechselte Andreas Cornelius nach Vorarbeit des Ex-Gladbachers Andreas Christensen aus wenigen Metern per Kopf am Pfosten scheiterte - dennoch verdiente sich Tunesien das Unentschieden.

Was allerdings noch mehr Eindruck hinterließ als das blanke Resultat, war die Art und Weise, wie die Mannschaft von Trainer Jalel Kadri Fußball spielte. Forsch, erfrischend und unerschrocken: So traten die Tunesier auf - und so kamen sie auch zum Erfolg, wenngleich es am Ende nur zu einem 0:0 reichte. 

lei