Im Vergleich zum 4:0-Auswärtssieg in Dundee nahm Trainer Christian Wück drei Veränderungen vor: Im Mittelfeld rückten Lohmann, Cerci und Freigang für Nüsken, Dallmann und Bühl rein (alle Bank).
Anders als beim klaren Dreier am Freitag, als die deutsche Elf bereits nach zwei Minuten in Führung gegangen war, fanden die Gastgeberinnen in der Volkswagen Arena in Wolfsburg nur schwer ins Spiel.
Schottland begann mutig, störte die DFB-Elf im Ballbesitz früh und erzwang so Ballverluste. Angriffe des Favoriten wurden dadurch meist bereits früh im Keim erstickt. So erspielte sich die sonst so gefährliche Offensive im ersten Durchgang keine einzige nennenswerte Chance.
Schottland belohnt sich gegen schwache DFB-Elf
Anders die Schottinnen, die immer wieder die lückenbehaftete deutsche Abwehr durchbrachen und im letzten Drittel auftauchten. Weir (1.) und Emslie (13., 17.) meldeten den Außenseiter aus der zweiten Reihe an, scheiterten mit aussichtsreichen Abschlüssen jedoch an Berger. Wenige Minuten vor der Pause belohnte sich der Außenseiter dann: Berger ließ eine Flanke durchrutschen, sodass Weir aus kurzer Distanz die 1:0-Pausenführung erzielen konnte (40.).
Klare Leistungssteigerung in Hälfte zwei
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Wück Hoffmann und Linder für Schüller und Kett - und die Wechsel trugen Früchte: Die DFB-Elf kam druckvoll aus den Katakomben und erzielte sechs Minuten nach Wiederbeginn den Ausgleich, als Cerci nach einer Ecke per Kopf in den linken Winkel traf (51.).
Deutschland überrennt die Gäste
Cerci war es auch, die wenig später beim nächsten gefährlichen deutschen Angriff in Erscheinung trat und die Partie drehte. Aus kurzer Distanz netzte sie zum 2:1 (56.) und leitete damit ein echtes Feuerwerk der Gastgeberinnen ein: Binnen zwei Minuten schnürte die eingewechselte Hoffmann den Doppelpack (63., 65.), ehe Freigang sehenswert (67.) und Cerci mit ihrem dritten Tor (76.) das Ergebnis weiter in die Höhe schraubten.
Die Schottinnen hatten dem Favoriten im zweiten Durchgang schlichtweg nichts mehr entgegenzusetzen. Die DFB-Elf hatte alles im Griff und hätte noch weiter erhöhen können, doch Brand scheiterte aus der zweiten Reihe an Gibson (86.). So blieb es dank einer klaren Leistungssteigerung beim deutlichen 6:1 - dem höchsten Sieg der deutschen Frauen gegen Schottland überhaupt. Während die Mannschaft von Wück an der Spitze der Gruppe davonzieht, bleiben die Schottinnen abgeschlagen Letzter.
Erst am 30. Mai stehen für beide Nationen die nächsten Länderspiele an. Die DFB-Elf empfängt dann in Bremen die Niederlande, Schottland spielt gegen Österreich.
































































