Int. Fußball

Basel zieht die Reißleine und entlässt Magnin

Trotz 4:3-Sieg in Zürich

Basel zieht die Reißleine und entlässt Magnin

Ludovic Magnin muss sich nach nur 33 Spielen offenbar verabschieden.

Ludovic Magnin muss sich nach nur 33 Spielen offenbar verabschieden. Martin Meienberger/freshfocus

Nach wochenlangen Spekulationen ist die Trennung nun beschlossene Sache: Wie der FC Basel am Montag mitteilte, wurde Trainer Ludovic Magnin von seinen Aufgaben entbunden. Nur einen Tag nach dem dramatischen 4:3-Erfolg im Klassiker beim FC Zürich zieht der Verein die Konsequenzen. Magnin, der erst zu Beginn der laufenden Saison das Traineramt übernommen hatte, muss nach lediglich 33 Spielen seinen Posten räumen.

Unter Magnin zeigte die Mannschaft sportlich wechselhafte Leistungen. In der Super League liegt der FCB derzeit auf dem vierten Platz, zehn Punkte hinter Tabellenführer FC Thun. In der Europa League konnten zwar einige beachtliche Ergebnisse erzielt werden, darunter ein 2:0 gegen den VfB Stuttgart und ein 3:1 gegen Steaua Bukarest. Dennoch sorgt die deutliche Niederlage in Salzburg dafür, dass der Einzug in die Play-offs noch auf der Kippe steht - es werden ein Sieg gegen Viktoria Pilsen und Ergebnisse anderer Teams benötigt.

Trotz des jüngsten Erfolgs gegen den FC Zürich sprach FCB-Kapitän Xherdan Shaqiri Magnin noch das Vertrauen aus. Dies konnte die Entscheidung der Klubverantwortlichen jedoch nicht mehr beeinflussen.

Trendwende bleibt aus

"In den Wochen und Monaten vor der Winterpause hatten wir das Gefühl, dass unsere Leistungen stagnierten und wir nicht mehr die Konstanz auf den Platz brachten, die es für unsere ambitionierten Ziele braucht", sagt Sportdirektor Daniel Stucki und erklärt: "Die ersten drei Spiele im neuen Jahr, darunter das Unentschieden zuhause gegen den FC Sion sowie vor allem der ungenügende Auftritt auswärts in Salzburg, entsprachen dann auch nicht den Erwartungen der sportlichen Leitung." Trotz "einer guten Vorbereitung" sei die erhoffte Trendwende ausgeblieben. "Stand heute können wir einige unserer Ziele noch erreichen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, diesen Schritt, der uns alles andere als leichtfällt, zu vollziehen", so Stucki.

Gemäß dem Blick soll nun der frühere Nati-Kapitän Stephan Lichtsteiner Favorit auf die Nachfolge sein. Der FC Basel will "schnellstmöglich" über die Nachfolgeregelung informieren.

rsc, cfl