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Ausgliederung vom Tisch: Frauen-Bundesligen bleiben beim DFB

Vereine erarbeiten Änderungsantrag

Ausgliederung vom Tisch: Frauen-Bundesligen bleiben beim DFB

Der Frauen-Fußball in Deutschland soll professioneller werden - auch ohne Ausgliederung.

Der Frauen-Fußball in Deutschland soll professioneller werden - auch ohne Ausgliederung. imago images/foto2press

Der Fußball-Verband Rheinland hatte im Vorjahr einen Antrag für den DFB-Bundestag am 11. März 2022 gestellt, der eine Ausgliederung der Frauen-Bundesligen vorsah - so wie es die Männer-Profiligen in der DFL bereits seit über 20 Jahren praktizieren.

Am Freitag jedoch teilte der DFB mit, dass die Klubs der 1. und 2. Frauen-Bundesliga stattdessen "mit einem Änderungsantrag eine nachhaltige Professionalisierung für ihre Ligen unter dem Dach des DFB" anstrebten. Ziel sei "eine schnelle und nachhaltige Entwicklung der beiden höchsten deutschen Frauen-Spielklassen".

"Für die Verantwortlichen unserer Vereine stellt sich aktuell nicht die Frage einer Ausgliederung, sondern uns geht es dabei vor allem um die generelle Professionalisierung - letztlich auch im Wettbewerb mit den anderen europäischen Ligen", so Siegfried Dietrich, der Vorsitzende des Ausschusses Frauen-Bundesligen. "Dabei stehen die Wahrnehmung und Sichtbarkeit unserer Ligen, die Entwicklung der Strukturen, nachhaltige Investments unseres Lizenzgebers - beispielsweise in personelle Ressourcen und damit in mehr wirtschaftliche Stabilität auch durch bessere TV-Präsenz und Vermarktung - im Blickpunkt."

Der Änderungsantrag soll nun "zeitnah finalisiert" und zum DFB-Bundestag eingereicht werden, so Dietrich, "und damit einen Teil des Antrags vom FV Rheinland ersetzen". Die Klubs unterstützen etwa die in dem Antrag vorgesehene Implementierung einer eigenen DFB-Vizepräsidentin für die Frauen-Bundesligen.

jpe

Gesichter der Liga: Mandy Islacker

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