DFB-Pokal

"Enormer Organisationsaufwand": Amateurklubs verzichten auf Heim-Spielort

Mindestens sieben Partien betroffen

"Enormer Organisationsaufwand": Amateurklubs verzichten auf Heim-Spielort

Die WWK-Arena: Hier empfängt der FC Augsburg ausnahmsweise den MTV Eintracht Celle.

Die WWK-Arena: Hier empfängt der FC Augsburg ausnahmsweise den MTV Eintracht Celle. imago images

Unter normalen Umständen wäre ein Spiel gegen einen Bundesligisten für einen Amateurklub das Highlight der Saison. Doch die Coronakrise verändert einiges. Viele Vereine aus den unteren Spielklassen streben aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen einen Tausch des Austragungsortes an und verzichten damit freiwillig auf das Recht, im heimischen Stadion anzutreten. Neben dem Bayern-Herausforderer FC Düren will auch VSG Altglienicke (gegen FC Köln), MTV Eintracht Celle (gegen FC Augsburg), FV Engers 07 (gegen VfL Bochum), TSV Havelse (gegen FSV Mainz 05), Eintracht Norderstedt (gegen Bayer 04 Leverkusen) und der FC Oberneuland (gegen Borussia Mönchengladbach) in den Stadien der Erst- und Zweitligisten spielen. Alle Vereine kommen aus der vierten und fünften Liga.

Grund für diese Entscheidung ist der hohe wirtschaftliche und organisatorische Aufwand, den die Durchführung des Hygienekonzepts mit sich bringt. Dazu fällt eine signifikante Einnahmequelle der Amateurvereine, die Zuschauer, aufgrund der Corona-Vorschriften weg. Ein solcher Tausch ist vom DFB wegen der Pandemie diese Saison ausnahmsweise ermöglicht worden.

DFB-Pokal-Debütant MTV Eintracht Celle hätte am 12. September den FC Augsburg in der ersten Runde zu Gast gehabt, entschied sich jetzt aber für einen Tausch des Spielorts: "Die Anforderungen waren für Amateurvereine schon immer immens. Corona macht aber noch einmal einen großen Unterschied aus", erklärt Abteilungsleiter Stefan Cohrs. Außerdem habe das "finanzielle Risiko, der große Aufwand und die nervliche Belastung" dazu geführt, dass sich der Verein auf diese Lösung geeinigt hat.

Bei der VSG Altglienicke, Gegner des 1. FC Köln, spricht man von einem "enormen Organisationsaufwand", der in der kurzen Zeit nicht zu bewältigen gewesen wäre. Daher tritt der Verein aus der Regionalliga Nordost am 12. September im Rhein-Energie-Stadion bei den Geißböcken an. Bei weiteren Amateurvereinen steht eine Entscheidung über den kurzfristigen Tausch des Austragungsortes noch aus. Die erste Runde des Pokals findet vom 11. bis zum 14. September statt, Bayern München wird erst am 15. Oktober gegen den 1. FC Düren spielen

kon

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